Zwei Motorsägen-Grundlehrgänge im Oktober in Ahorn-Buch

Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis bietet im Oktober zwei zweitägige Motorsägen-Grundlehrgänge für Privatwaldbesitzer und Brennholz-Selbstwerber an. Die Lehrgänge finden am Montag, 22., und Dienstag, 23. Oktober, sowie am Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. Oktober, statt. Sie werden für den ganzen Main-Tauber-Kreis an der Forstwirtsausbildungsstelle in Ahorn-Buch abgehalten. Die Teilnahme an einem Motorsägen-Grundlehrgang ist Voraussetzung für den Erwerb von Flächenlosen und die Aufarbeitung von Brennholz lang.

Am ersten Tag des jeweiligen Lehrgangs werden die theoretischen Grundlagen der Motorsägenarbeit geschult sowie Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Motorsäge durchgeführt. Abschließend findet eine Lernerfolgskontrolle statt. Am zweiten Schulungstag steht das praktische Arbeiten im Wald im Vordergrund.Zum Lehrgang muss die vorgeschriebene Schutzausrüstung (Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Hose mit Schnittschutzeinlage, Schutzhandschuhe) mitgebracht werden. Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt des Lehrgangs 18 Jahre alt sein.

Für Mitglieder in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) beträgt die Kursgebühr 150 Euro, für alle anderen Interessenten 180 Euro. Anmeldungen nimmt das Forstamt in Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341/82-5224 montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr entgegen. Im Falle der Mitgliedschaft in der SVLFG ist die Mitgliedsnummer anzugeben. Danach finden Motorsägen-Lehrgänge voraussichtlich wieder im Februar statt.

Forstamt Main-Tauber

Brennholzaussichten 2018/2019 von Martin Rösler

In aller Kürze möchte ich über die diesjährigen Brennholzaussichten informieren:

Flächenlose stehend / Kronenlose

Dertingen 15 stehende Lose im Ellenberg, Weiterführung des Niederwaldprojektes, Eventuell noch 1-2 weitere Lose in der Nähe
Bettingen ca. 10 stehende Lose im Burkenacker
Lindelbach 7-8 stehende Lose im Staatswald Platte, 1 Kronenlos an der Straße nach Dertingen
Kembach keine Lose auf der Gemarkung
Dietenhan keine Lose auf der Gemarkung
Urphar keine Lose auf der Gemarkung (ursprünglich in der Jungheide geplant, aber aufgrund eventueller Verpachtung keine Maßnahmen möglich)
Höhefeld Kronenlose in ausreichender Anzahl im Staatswald Kemmel
Eventuell noch etwas stehendes Holz im Staatswald Dickbuchel
Eventuell noch 1-2 Flächenlose in Ortsnähe

Wie immer werden die Flächenlose Ende November versteigert, die genauen Termine gebe ich noch rechtzeitig bekannt.

Brennholz-lang / Polterholz

Polterholz gibt es ausschließlich in den Staatswäldern Kemmel und Dickbuckel zwischen Urphar und Höhefeld, vorrangig Buche und Esche. Es gibt sowohl Brennholz aus Harvesteraufarbeitung (relativ dünn, 3m lang) als auch aus motormanueller Aufarbeitung (ganze Stämme).

Interessenten für Polterholz sollten sich rechtzeitig bei mir melden, am besten bis Anfang Oktober, dann kann ich auch etwas bereitstellen. Meine Hiebe finden relativ zeitig statt. Wenn das Holz gerückt ist, wird es zeitnah verkauft, steht dann also nicht mehr als Brennholz zur Verfügung.

Aktuelle Preise stehen noch nicht fest, ich gehe aber davon aus, dass sie auf dem Vorjahresniveau liegen.

Noch ein Hinweis. Nach Weihnachten gehe ich für ein halbes Jahr in Elternzeit. Es wird im neuen Jahr also erst mal kein Brennholz abgegeben werden. Deswegen sollten alle Löslemacher die Versteigerungstermine wahrnehmen bzw. rechtzeitig Polterholz bestellen.

Beste Größe,

Martin Rösler, Revierleiter

Buchsbaumzünsler – Was nun?

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke<br/>Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke
Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Es sind nicht die Hitze und die Trockenheit, die den Buchsbäumen momentan in unseren Gärten zu schaffen macht, sondern es ist der Buchsbaumzünsler. Hecken und Sträucher, die über Jahrzehnte liebevoll gepflegt wurden, werden durch die gefräßigen Raupen in kurzer Zeit zum Absterben gebracht. Braune, abgestorbene Buchsbaumhecken gehören gerade vielerorts zum Ortsbild.

Was ist zu tun? Pflanzenschutzberater Hartmut Lindner vom Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises weist darauf hin, dass sich der neue Schädling inzwischen hier etabliert hat und Buchsbäume nur zu halten sind, wenn sie dauerhaft 2x pro Jahr, termingerecht mit den entsprechend zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Kleine Sträucher oder Büsche können natürlich auch regelmäßig mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt und die Raupen mechanisch entfernt werden. Je größer und je dichter die Büsche aber sind, desto schwieriger werden die Bekämpfungsmaßnahmen.

Wenn alles Blattgrün getilgt ist, nagen die gefräßigen Raupen auch die Rinde der Zweige ab. Sofern die Rinde der Sträucher noch intakt ist, können diese zurückgeschnitten werden. Aus einem ehemals großen Busch, kann so ein kleiner, leichter zu pflegender Strauch entstehen. Entgegen mancher Meinung können gerodete Büsche wie anderer Grünschnitt über die Biotonne oder über Kompostplätze entsorgt werden. Verbrennen oder eine spezielle Entsorgung des Schnittguts ist nicht erforderlich.

Sollen Buchsbäume dauerhaft Freude machen, sind 2 Pflanzenschutzmaßnahmen je Jahr unausweichlich. Als Mittel können beispielsweise Dipel ES, Schädlingsfrei Careo oder Neem eingesetzt werden. Die erste Behandlung sollte Mitte April, die zweite Behandlung Ende Juni bis Anfang Juli erfolgen. Kleine Raupen werden gut mit Dipel ES, größere Raupen besser mit Careo oder Neem erfasst. Bei der Behandlung ist eine ausreichende Blattbenetzung, auch des Innenbereichs der Sträucher, besonders wichtig.

Weitere Informationen können beim Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises unter der Rufnummer 07931-4827-6307 eingeholt werden.

Bucheneinschlag 2018

Wie bereits berichtet, möchten wir von der Abteilung Waldwirtschaft in Dertingen einen gemein­schaftlichen Einschlag und Verkauf von starkem Buchen-Stammholz organisieren. Ziel ist es, die überalterten Buchen aus den Kiefernwäldern zu entnehmen, damit neue Naturverjüngung aufgehen kann.

Für Waldbesitzer, die den Einschlag und das Rücken NICHT selbst durchführen können, organisieren wir entsprechende Unternehmer. Da die Vermarktungsmöglichkeiten und die dabei zu erzielenden Preise zum Ende des Jahres schlechter werden, wollen wir bereits im September mit dem Einschlag beginnen. Die Waldbesitzer, die alles in Eigenleistung machen wollen, müssen dies ebenfalls im Sep­tember zu den von mir vorgegebenen Terminen  über die Bühne bringen. Bitte beachten Sie dabei aber, dass zu diesem Zeitpunkt die Bäume noch voll belaubt sind und die Unfallgefahr dement­sprechend signifikant steigt! Lassen Sie lieber die Profis ran!

Verkaufbar ist Stammholz über 40 cm Mittendurchmesser (je nach Länge sollte der Stamm in Brust­höhe 45-50 cm haben). Der potenzielle Holzkäufer hat auch spezielle Längenvorgaben: 2,5m, 3,1m, 3,4m, 5,1m, 5,7m, ab 5,7m alle Längen in 10-cm-Schritten. Dabei muss zusätzlich noch ein Zumaß von 20 cm belassen werden (à ein 5,1m langer Stamm muss bei 5,3m abgesägt werden). Auch Zweit­längen aus dem Kronenbereich, die den Vorgaben entsprechen, sind u. U. verkaufbar.

Wer möchte, kann aus dem Kronenholz auch noch Industrieholz aufarbeiten (lassen). Des Weiteren ist es natürlich auch möglich, buchenreichere Grundstücke normal durchforsten zu lassen und dabei ausschließlich schwächere Buchen als Industrieholz / Brennholz aufarbeiten zu lassen. Gleiches gilt auch für Eiche.

Aufgrund des frühen Einschlagszeitpunktes und der Form vieler Buchen in den Privatwäldern können teils erhebliche Schäden am umliegenden Bestand entstehen, vor allen wenn dünne Kiefern nebenan stocken. In Grenznähe sollte außerdem VOR der Maßnahme Kontakt zu den Nachbarn aufgenommen werden und eventuelle Schäden zeitnah gemeldet werden. Weder die Abteilung Wald, noch die betei­­ligten Unternehmer haften für Schäden in benachbarten Privatwäldern, ausgenommen grobe Fahrlässigkeit.

Folgende Preise können erzielt werden (Preise vom Vorjahr, aktuelle Preise liegen noch nicht vor):

  • Buche Erdstämme 75 €/Fm (um Weihnachten rum nur noch 65€/Fm!)
  • Buche Zweitlängen 65 €/Fm
  • Buche Industrieholz 50 €/Fm

Kosten für Aufarbeitung und Rücken: ca. 20 €/Fm

 

Egal, ob Sie alles selbst machen oder einen Unternehmer benötigen – bitte geben Sie uns bis 31.07.2018 Bescheid, was Sie wollen und wie viele Stämme anfallen könnten. Das Forstamt benötigt die Mengen, um sie in deren Verkaufsmengen mit einplanen zu können

 

Martin Rösler, 0175/2230283, martin.roesler@main-tauber-kreis.de

Alexander Diehm, 0175/1544581, alexander.diehm@online.de

 

Alles Weitere wird dann in Vor-Ort-Terminen besprochen.

 

Gez. Martin Rösler, Revierleiter und Vorstand der Abteilung Wald

Forstamt informiert über das Eschentriebsterben

Stark geschädigte Eschen im Stadtwald Creglingen.<br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Stark geschädigte Eschen im Stadtwald Creglingen.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Vor etwa zwölf Jahren begann in den deutschen Wäldern, vom Osten her kommend, das große Eschensterben. Lichte Kronen, Äste ganz ohne Laub, Nottriebe, Totholz – das sind die auffälligsten Symptome der schleichenden Krankheit. Auch im Main-Tauber-Kreis ist die Existenz der Baumart Esche bedroht, erklärt Dagmar Wulfes, Leiterin des Forstamtes im Landratsamt. Das Eschentriebsterben wirke wie ein jährlicher kräftiger Rückschnitt der Kronen, sagt Wulfes weiter. Dies schwäche auf Dauer die Bäume so stark, dass diese entweder absterben oder von holzerstörenden Pilzen befallen werden können.

Daher bietet das Forstamt am Freitag, 15. Juni, um 14 Uhr eine Infoveranstaltung zum Eschentriebsterben an. Treffpunkt für die circa zweistündige Veranstaltung ist am Waldparkplatz „Klosterwald“ Creglingen, 300 Meter nach dem Ortsausgang Erdbach in Richtung Freudenbach. Neben Erläuterungen zur Diagnose des Eschentriebsterbens werden auch Informationen zum Einschlag der Eschen und zur waldbaulichen Weiterbehandlung der Bestände gegeben.

Erreger der Krankheit ist das Eschenstengelbecherchen. Die Sporen dieses Pilzes befallen die Blätter und führen zum Absterben des Triebes. Die Esche hat noch keine wirksame Abwehr gegen den Pilz gefunden, und auch der Mensch kann das Befallsgeschehen kaum beeinflussen. „Uns bleibt meist nur die Aufgabe die befallenen, absterbenden Eschen einzuschlagen“, erklärt Tilman Preuss, Förster im Revier Landhege.

Gerade jetzt, ab Mitte Juni bis Ende August, ist der Befall durch den vorzeitigen Laubabfall am besten zu sehen, ergänzt Nils Meffert, Revierleiter im Forstrevier Creglingen. Privatwaldbesitzer sollen in diesem Zeitraum ihre Eschenbestände überprüfen und befallene Bäume markieren, um diese zum Holzeinschlag im Winter leicht wiederzufinden.

Der Einschlag der Eschen erfolge nicht nur des Nutzholzes wegen. Vielmehr gehe von den Dürrästen in der Krone eine Gefahr für die Waldbesucher und den Straßenverkehr entlang der Waldränder aus, ergänzt die Forstamtsleiterin. Folgt der Hallimasch, ein Holz zerstörender Pilz, dem Befall durch das Eschentriebsterben, so ist durch die Fäule im Stammfußbereich die Stabilität des ganzen Baumes gefährdet.

INFO:

Da die Informationsveranstaltung am 15. Juni im Wald stattfindet, sollten Teilnehmer festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung vorsehen.

Forstamt Main-Tauber

Einladung Waldbegehung mit Holzsortierung

Der Waldwirtschaftsverein lädt alle Mitglieder, Waldbesitzer und interessierten Bürger zu einer Waldbegehung ein. Es werden verschiedene Bestände, Bestands- und Bewirtschaftungsformen gezeigt. Im Anschluss wird es eine Sortierübung von Langholz geben. Dies ist vor Allem für Waldbesitzer, die auch selbst Langholz einschlagen wichtig. Die Sortierübung wird auf dem Weg an der Kümmelberghütte stattfinden. Dort laden wir euch dann gerne noch auf eine Bratwurst ein.

Treffpunkt ist am 23.06.2018 um 9:30 Uhr an der Kümmelberghütte.

Über ein reges Interesse freut sich der

Waldwirtschaftsverein Dertingen

Buchsbaumzünsler schon wieder aktiv

Das Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis ruft zur Kontrolle der Buchsbäume auf.

Erste Larven des Buchsbaumzünzlers der Vorjahresgeneration sind aktiv. <br/>Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber-Kreis

Erste Larven des Buchsbaumzünzlers der Vorjahresgeneration sind aktiv.
Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber-Kreis

Im vergangenen Herbst haben sich die jungen Räupchen des Buchsbaumzünslers zwischen den Blättern des Buchses eingesponnen. In der zweiten Aprilhälfte verlassen sie ihr Gespinst und beginnen mit dem Blattfraß. Bei Befallsbeginn Ende April sind mehrere Maßnahmen denkbar.

Zur mechanischen Bekämpfung sollte Folie unter die Buchsbäume gelegt und sollten die Raupen mit nicht zu starkem Strahl eines Hochdruckreinigers ausgewaschen werden. Dann werden diese von der Folie aufgenommen, in einen Folienbeutel gegeben und entsorgt.

Zur chemischen Bekämpfung sollten Buchsbäume vorzugsweise mit dem biologischen Pflanzenschutzmittel Bacillus Thuringiensis, zum Beispiel Dipel ES, oder alternativ mit anderen zugelassenen Insektiziden gespritzt werden. Es ist darauf zu achten, dass auch das Innere der Buchsbäume gut benetzt wird.

Gesunde, richtig ernährte Buchsbäumchen werden von den Buchsbaumzünslern kaum angeflogen. Der Zünsler bevorzugt geschwächte Sträucher in Schatten- oder windgeschützten Lagen.

Der Buchs sollte daher mit reichlichen Kalkgaben um den Wurzelbereich verwöhnt werden. Er bevorzugt einen pH-Wert von über sieben, also basische Werte. Geschnitten werden sollten Buchsbäume erst nach September, da so auch die jung eingesponnenen Räupchen erreicht werden. Dagegen locken frühzeitige Schnittmaßnahmen die Schmetterlinge verstärkt an.

Weitere Informationen sind beim Landwirtschaftsamt unter den Telefonnummern 07931/4827-6321 oder 09341/82-5722 zu erhalten.

www.main-tauber-kreis.de/landwirtschaftsamt

Waldbautrainer sollen im Landkreis Wissen über Eichenproduktion festigen

Waldbautraining im Eichenwald <br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Waldbautraining im Eichenwald
Foto: Forstamt Main-Tauber

Im Februar wurde beim Meistgebotstermin „Submission Taubertal“ Wertholz aus allen Waldbesitzarten des Kreises für insgesamt fast 1,5 Millionen Euro verkauft. Dieses Holz ist durch die Hände von mindestens sechs Generationen von Privatwaldeigentümern, Förstern und Forstwirten gegangen. „Ich bin stolz auf den guten Ruf, den unser Landkreis für seine Eichenwirtschaft hat“, sagt Forstdirektorin Dagmar Wulfes, die Leiterin des Forstamtes beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis. „Mir ist dabei bewusst, dass wir den Verdienst längst vergangener Forstgenerationen einlösen.“

Auch in Zukunft soll das Wissen darüber, wie wertvolle Eiche produziert wird, im Kreis aktuell bleiben. Deshalb hat das Forstamt die Waldbautrainer von ForstBW in den Main-Tauber-Kreis eingeladen. Diese halten Schulungen für Förster und Forstwirte in ganz Baden-Württemberg ab und bringen so die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen aus ganz Europa auf die Fläche.

Im Staatswald bei Creglingen hatten die Förster des Main-Tauber-Kreises diesmal Gelegenheit, sich über Jungbestandspflege und Jungdurchforstungen in Eichenwäldern auszutauschen und die beste Bewirtschaftungsform festzulegen. Damit wird gewährleistet, dass auch in 100 Jahren noch wertvolles Eichenholz verkauft werden kann.

In den Kulturen muss die langsam wachsende Eiche gegen die sie überwachsende Konkurrenzvegetation gesichert und vor Wildverbiss geschützt werden. Beginnend bei „Mannshöhe“, also einer durchschnittlichen Höhe des Waldes von zwei Metern, sollte die Eiche im Rahmen einer Mischwuchsregulierung flächig gefördert und von konkurrierenden Baumarten befreit werden.

Gleichzeitig müssen aber die Mischbäume erhalten werden, die später zur Schaftpflege der Eiche, also zur Beschattung des Eichenstamms, benötigt werden. Hier heißt es, genau die richtige Anzahl von Bedrängern zu entnehmen, um im Eichenmischwald ein ausgewogenes Gleichgewicht herzustellen. Eingriffe sind alle drei bis fünf Jahre notwendig. Bei ca. 17 Metern Oberhöhe haben die Eichen, die bis dahin sehr dicht gestanden haben, soweit die unteren Äste verloren, dass jetzt die besten Bäume gefördert werden können und in die Dimension wachsen. Bis zu dieser Höhe sind schon fast 40 Jahre vergangen. Weitere 100 Jahre mit regelmäßiger Durchforstung und Förderung der besten Eichen werden vergehen, bis die ersten dicken Eichen für die Submission geerntet werden können.

Forstamt Main-Tauber

Information vom Revierleiter an alle „Löslemacher“

Bei einer Begutachtung der in diesem Winter abgegebenen Brennholzlose sind mir teils gravierende Mängel in der Aufarbeitung von stehenden Brennholzlosen aufgefallen. Diese betreffen die Sicherheit der fällenden Person, aber auch weiterer im Flächenlos arbeitenden Löslemacher sowie unbeteiligter Waldbesucher.

Z-Bäume wurden beschädigt, hängengebliebene Bäume wurden nicht zu Fall gebracht und vor allem weisen die Stöcke teilweise gravierende Mängel auf. Dies hat jetzt zum ersten Mal dazu geführt, dass Brennholzselbstwerber verwarnt oder von künftigen Brennholzabgaben gesperrt wurden.

Folgende Dinge erwarte ich von Ihnen:

  • Niedrige Stöcke, vor allem auf Rückegassen
  • Saubere Stöcke mit einem ordentlichen Fallkerb, ordentlicher Bruchleiste und ordentlicher Bruchstufe
  • Hängengebliebene Bäume werden auf den Boden gezogen ODER mit Absperrband deutlich sichtbar markiert bzw. abgesperrt
  • Es wird nicht versucht, über einen hängengebliebenen Baum einem anderen Baum darüber zu fällen
  • Feuerstellen sind verboten!
  • Wird ein Z-Baum (blauer Punkt) beschädigt, informieren Sie mich darüber rechtzeitig

Im eigenen Interesse bitte ich Sie, diese Punkte zu beachten. Es geht schließlich um Ihre Sicherheit!

Martin Rösler,
Revierleiter

Polterholz abzugeben

Im Ellenberg gibt es noch Polterholz aus Harvesteraufarbeitung. Das Holz umfasst Hainbuche, Eiche, Kirsche, Ahorn und Linde, ist auf 3 Meter Länge geschnitten und ist auf mehrere Polter verteilt

Preise liegen bei 54€/Fm außer Linde, diese gibt es deutlich billiger.

Verkaufslos 1 umfasst die Polter 1, 2, 3, 4 und 9 und entspricht den roten Punkte auf der Karte. Es sind zusammen ca. 10,3 Fm

Verkaufslos 2 umfasst die Polter 5, 6, 7 und 8 und entspricht den grünen Punkten auf der Karte. Es sind zusammen ca. 13 Fm

Interessenten sollen sich bitte bis 15. März bei Martin Rösler melden.

Martin Rösler
Tel.: 0175/2230283
Email: martin.roesler@main-tauber-kreis.de