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Lebensgefahr bei der Holzernte von geschädigten Bäumen

Bäume mit unterschiedlicher Schädigung stehen dicht beieinander: Das Kreisforstamt unterstützt dabei, Trockenschäden und damit die Gefahren beim Fällen richtig einzuschätzen. Foto: Forstamt Main-Tauber

Bäume mit unterschiedlicher Schädigung stehen dicht beieinander: Das Kreisforstamt unterstützt dabei, Trockenschäden und damit die Gefahren beim Fällen richtig einzuschätzen. Foto: Forstamt Main-Tauber

Auch im Main-Tauber-Kreis sind zahlreiche Laub und Nadelbäume durch den Trockenstress der vergangenen Jahre stark geschwächt und sterben ab. Bereits wenige Monate nach Sichtbarwerden der ersten Absterbe-Erscheinungen werden besonders bei der Rotbuche selbst dicke Kronenäste brüchig und können beim Fällen zu lebensgefährlichen Unfällen führen. Der Umfang der Trockenschäden und die Abbruchgefahr großer Äste sind für private Waldbesitzer oft schwer einzuschätzen. Leider sind in Baden-Württemberg schon mehrere, auch tödliche, Unfälle geschehen.

Der gefährlichste Teil der Fällung ist das Einschlagen der Fällkeile in den Fällschnitt. Durch diese Erschütterungen können sich Kronenteile lösen und auf den am Stamm befindlichen Arbeitenden fallen. Wenn diese Bäume gefällt werden, ist darauf zu achten, dass sie erschütterungsfrei zu Fall gebracht werden.

Für die Einschätzung der Intensität der Trockenschäden und Auskünfte zur möglichen Vermarktung des Stammholzes sollten sich Privatwaldbesitzer an die Revierleitenden des Kreisforstamtes Main-Tauber-Kreis wenden. Auch die Vermittlung eines Dienstleisters zur Fällung dieser gefährlichen Bäume kann angefragt werden.

Weitere Auskünfte erteilt das Forstamt unter der Telefonnummer 09341/825220. Die Kontaktdaten der Revierleitenden sind unter www.main-tauber-kreis.de/forstamt zu finden.

Forstamt Main-Tauber

Brennholzabgabe 2020/2021

Interessenten für Polterholz und/oder Flächenlose können sich ab sofort telefonisch (0175/2230283) oder per Email (martin.roesler@main-tauber-kreis.de) bei Revier­leiter Martin Rösler anmelden. Die Anmeldungen sollten bis Ende des Jahres bei mir eingegangen sein, ob Bestellungen im neuen Jahr noch erfüllt werden können, ist momentan nicht absehbar.

Es werden ausschließlich Kronenlose bzw. gefälltes Holz aus Durchforstungsbe­ständen abgegeben. Stehende Flächenlose gibt es nicht mehr. Flächenlose gibt es bis Weihnachten in

  • Bettingen
  • Dertingen (Steigerholz, Weidenloch)
  • Urphar (Jungheide)
  • Reicholzheim (Eichholz)
  • Kembach (Haart und Heide)
  • Für Höhefeld gibt es Holz in der Nähe auf Gamburger Gemarkung (Richtung Heiligenschlag). Hierfür melden Sie sich bitte bei meiner Kollegin Selina Utz (0175/1835280, selina.utz@main-tauber-kreis.de) an.

Polterholz in langer Form am Weg gerückt gibt es in

  • Dertingen (Weidenloch, Ellenberg)
  • Bettingen
  • Kembach (Haart)
  • Reicholzheim (Walzenberg).
  • Zusätzlich gibt es genügend Polterholz zu vergünstigten Preisen aus Harvester­einsätzen (schwächeres Brennholz auf 4 Meter geschnitten).!!!

WICHTIG: Es gibt keinen Anspruch auf reine Buchenlose! Es muss immer auch ein Anteil an sonstigem Laubholz (Esche, Ahorn, Kirsche, Eiche, Birke) mitgenommen werden !!!

Der Käufer muss an einem Motorsägenkurs teilgenommen haben. Die Bescheini­gung ist dem Revierleiter bei der Vergabe vorzuzeigen. Ohne Bescheinigung kein Holzlos!

Brennholzpreise

Für den Winter 2020/21 gelten folgende Brennholzpreise:

  • Brennholz lang (Polterholz):
    • Buche > 10 Fm: 57,- €/Fm
    • Buche < 10 Fm: 59,- €/Fm
    • Eiche/Kirsche/Esche/Ahorn > 10 Fm: 54,- €/Fm
    • Eiche/Kirsche/Esche/Ahorn < 10 Fm: 56,- €/Fm
  • NEU: Polterholz aus Harvesteraufarbeitung
    • Eiche/Kirsche/Esche/Ahorn > 10 Fm: 48,- €/Fm
    • Eiche/Kirsche/Esche/Ahorn < 10 Fm: 50,- €/Fm
  • Liegende Brennholzlose (Kronenlose, Flächenlose):
    • 7,5 bis 12,5 €/Ster (abhängig von Baumart, Lage und Zugänglichkeit)

Neuerung in der forstlichen Förderung durch „Nachhaltige Waldwirtschaft“

Das Forstamt berät Waldbesitzer, um diese bei der Bewältigung der momentanen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung ihres Waldes zu unterstützen. Foto: Forstamt Main-Tauber

Das Forstamt berät Waldbesitzer, um diese bei der Bewältigung der momentanen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung ihres Waldes zu unterstützen. Foto: Forstamt Main-Tauber

Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollen die Fördermaßnahmen der neu aufgestellten Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“ eine passgenaue und schnelle Unterstützung sein.

„Dies ist nötig, da sich die Wälder in Baden-Württemberg in einer Ausnahmesituation befinden. Der Klimawandel hat den Wäldern mit Dürre, Hitze und Schädlingen stark zugesetzt. Oberstes Ziel ist es, den Wald mit all seinen Leistungen für Mensch und Umwelt zu erhalten“, erklärt Forstamtsleiter Karlheinz Mechler.

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Fördermaßnahmen wird die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung von Schadholz sein. Der Fördersatz der Aufarbeitungshilfe des letzten Jahres konnte auf 6 Euro je Festmeter erhöht werden. Begleitet wird diese Maßnahme durch weitere Förderungen, welche zur Aufarbeitung ergänzt werden können. So ist es zum Beispiel auch möglich, die Beschickung von Trockenlagern, das Entrinden oder das Hacken von durch den Borkenkäfer befallenem Holz zu fördern.

Neben der finanziellen Unterstützung der Waldbesitzer bei der Wiederbepflanzung von Schadflächen wird es künftig auch möglich sein, das Bewässern der Forstkulturen zu fördern. Zentraler Bestandteil sind auch attraktive Pauschalen und Vereinfachungen bei der Förderung einer anstehenden Wiederbewaldung. Zudem wurde ein komplett neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes geschaffen.

Die Försterinnen und Förster des Forstamtes im Landratsamt Main-Tauber-Kreis beraten die Waldbesitzer, um in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen. Die Landesforstverwaltung informiert zusätzlich im Förderwegweiser des Landes unter www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de unter der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen. Direkte Anfragen zu den Fördermöglichkeiten können auch an das Forstamt, Thomas Eckard, Telefon 09341/82-5207, E-Mail: thomas.eckard@main-tauber-kreis.de, gerichtet werden.

Forstamt Main-Tauber

Borkenkäfer findet gute Bedingungen zur Vermehrung

Warme Frühjahrstemperaturen und wenig Niederschlag bieten den Borkenkäfern gute Bedingungen zur Vermehrung. Der Borkenkäfer hat sich in den vergangenen Wochen frisch in gesunde Bäume eingebohrt. Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis fordert daher alle Waldbesitzer dringend auf, ihre Fichtenbestände regelmäßig, mindestens vierzehntägig, auf Käferbefall zu kontrollieren, befallene Bäume rasch einzuschlagen sowie das Reisig in geeigneter Weise zu beseitigen.

„Nur eine wirksame Bekämpfung verhindert einen größeren Käferholzanfall in den nächsten Wochen und Monaten“, erklärt Forstamtsleiter Karlheinz Mechler.

Erkennbar ist ein frischer Befall an kaffeepulverähnlichem Bohrmehl am Stammfuß scheinbar gesunder Bäume. Wenn gewartet wird, bis die Rinde herunterfällt oder die Krone rot oder braun wird, ist es meist schon zu spät, und die Borkenkäfer sind bereits ausgeflogen. Altes, dürres Holz muss aus Forstschutzgründen nicht entfernt werden, denn die Borkenkäfer besiedeln nur lebendige Bäume. „Waldbesitzer können sich in Zweifelsfällen vom zuständigen Förster beraten lassen“, sagt Mechler.

Vermarktung von Borkenkäferholz

Der Holzmarkt ist mit Fichtenholz überfüllt, daher liegen die Preise für frisches Käferholz um oder unter dem Brennholzniveau. Ein Absatz kann derzeit aufgrund der Coronakrise nicht garantiert werden. Abgestandenes, dürres Käferholz ist faktisch unverkäuflich. Daher empfiehlt sich laut Forstamt, Borkenkäferholz selbst als Brenn- oder Bauholz zu verwerten oder zu hacken. Wenn dies nicht möglich ist, können stärkere Fichten zu Fixlängen aufgearbeitet und verkauft werden.

Die Fichtenstämme sollten mit einer Länge von fünf Metern plus 15 Zentimeter Zugabe ausgehalten werden. Hierbei sollte der Zopfdurchmesser am dünnen Ende mindestens 20 Zentimeter mit Rinde betragen. Das Holz muss gesundgeschnitten werden und darf nicht rissig sein. Der Mittendurchmesser sollte an einer Seite angeschrieben werden. Waldbesitzer sollten die Verkaufsmöglichkeit und den Lagerplatz vor der Aufarbeitung mit ihrem zuständigen Förster absprechen.

Fördermöglichkeiten 

Um Waldbesitzer in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, bietet das Land Baden-Württemberg verschiedene Fördermöglichkeiten an. Die Aufarbeitung und Beseitigung von befallenem Holz wird auf verschiedene Weise gefördert. Waldbesitzer können Beihilfen zur Aufarbeitung, zur Entrindung, zur fortschutzgerechten Lagerung und zum Hacken von befallenem Holz erhalten. Ebenso wird das Neuanpflanzen der Schadflächen gefördert. Betroffene Waldbesitzer können sich bei ihrem Förster beraten lassen. Direkte Anfragen zu den Fördermöglichkeiten können auch an das Forstamt, Thomas Eckard, Telefon 09341/82-5207, E-Mail: thomas.eckard@main-tauber-kreis.de, gerichtet werden.

Forstamt Main-Tauber

Waldbrandgefahr: Trockenheit erfordert Vorsicht bei Umgang mit Feuer

Aktuelle Waldbrandgefahr - Deutscher Wetterdienst

Aktuelle Waldbrandgefahr – Deutscher Wetterdienst

Durch die hohen Temperaturen und die ausgeprägte Trockenheit der vergangenen Wochen ist die Waldbrandgefahr in den Wäldern stark angestiegen. Um Waldbrände zu vermeiden, sollten Waldbesucher besondere Vorsicht walten lassen, erklärt Karlheinz Mechler, Leiter des Forstamtes im Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Waldbrandgefahr bestehe vor allem in lichtdurchlässigen Kiefernwäldern mit trockenem, leicht entflammbarem Altgrasfilz. Mehr als die Hälfte der Waldbrände entstünden durch Fahrlässigkeit und wären daher vermeidbar. Wegen der hohen Waldbrandgefahr müssen im Wald mehrere Regeln beachtet werden:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot
  • Feuer machen und Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten ist untersagt
  • Zurzeit sind außerdem die gekennzeichneten Feuerstellen auf Grillplätzen gesperrt

Die aktuelle Waldbrandgefahrenprognose kann im Internet unter → www.dwd.de/waldbrand abgerufen werden.

Main-Tauber-Kreis.de

Prüfung auf Sturmschäden

Liebe Waldbesitzer,

 

der Waldwirtschaftsverein bittet alle Waldbesitzer ihre Bestände auf Sturm- und Schneebruchschäden zu überprüfen. Es sind weiterhin viele Wege aufgrund umgestürzter Bäume und abgebrochener Kronen nicht passierbar.

Es ist auch ein enormes Sicherheitsrisiko für Spaziergänger und Mountainbiker, die sich in unseren Wäldern bewegen.

Bitte kontrollieren Sie alle Bestände und angrenzenden Wege.

Sollte jemand Hilfe bei Aufarbeitung oder Holzvermittlung benötigen, stehen wir wie immer gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

Die Abteilung Wald

Landratsamt bietet Obstbaum-Schnittkurse an

Wer im Herbst eine reiche Obsternte einbringen will, muss seine Bäume jetzt im Winter richtig schneiden. Um den Streuobstbesitzern Hilfestellung zu geben, bietet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis zahlreiche Schnittkurse an, in denen die Teilnehmer das nötige Fachwissen erwerben.

Die Obstbaumschnittkurse sind als Ganztageskurse ausgelegt. Sie beginnen um 9 Uhr mit einem einstündigen Theorieteil; im Anschluss daran schneidet Kursleiter Harald Lurz einige Bäume zusammen mit den Teilnehmern. Hierbei kann jeder Teilnehmer sein vorher erlerntes Wissen einbringen. Danach werden in Gruppenarbeit weitere Obstbäume geschnitten. Dabei gibt der Schnittkursleiter den einzelnen Gruppen Tipps, wie die Schnittarbeiten optimal umgesetzt werden. Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgt bis circa 16 Uhr die Vertiefungsphase, in der weitere Obstbäume geschnitten werden. So ist es jedem Teilnehmer möglich, sein Wissen zu festigen. Denn je mehr Obstbäume man schneidet, umso sicherer wird man.

Folgende Termine stehen zur Auswahl: Mittwoch, 19. Februar, in Löffelstelzen; Freitag, 28. Februar, in Eiersheim; Samstag, 29. Februar, in Berolzheim; Samstag, 7. März, in Weikersheim-Schäftersheim; Samstag, 14. März, in Oberschüpf; Samstag, 21. März, in Boxtal; Samstag, 28. März, in Waldenhausen.

Außerdem findet am Freitag, 6. März, ein Ziersträucherschnittkurs in Unterschüpf statt. Dabei werden in zahlreichen Gärten verschiedenste Ziersträucher, Rosen und Zierbäume geschnitten. Beginn ist um 13.30 Uhr, Ende gegen 17.30 Uhr. Am Freitag, 13. März, wird im Kloster Bronnbach ab 14 Uhr bis 17 Uhr ein Quittenschnittkurs angeboten.

Anmeldungen werden erbeten beim Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Bad Mergentheim, Telefon 07931/4827-6307 oder per E-Mail an landwirtschaftsamt@main-tauber-kreis.de. Bei der Anmeldung werden die jeweiligen Treffpunkte bekanntgegeben.

Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Kein Harakiri im Wertheimer Stadtwald (Paywall)

Kein Harakiri im Wertheimer Stadtwald
– https://www.main-echo.de/regional/kreis-main-tauber/Kein-Harakiri-im-Wertheimer-Stadtwald;art4003,6954413

Kein Harakiri im Wertheimer Stadtwald Holzwirtschaft: Für Losholzmacher sind die Sicherheitsanforderungen gestiegen – Trockenheit macht neue Fälltechniken nötig Wertheim 11.02.2020 – 00:00 Uhr Kommentieren Förster Frank Teicke kennt die Gefahren beim Holzmachen genau. Foto: Matthias Schätte Je …

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Forstdirektor Karlheinz Mechler ist neuer Leiter des Kreis-Forstamtes

Forstdirektor Karlheinz Mechler wurde von Landrat Reinhard Frank zum Leiter des Forstamtes im Landratsamt Main-Tauber-Kreis berufen. Der 64-Jährige tritt damit die Nachfolge von Dagmar Wulfes an, die zum 1. Januar ans Landratsamt Rems-Murr-Kreis wechselte. Mechler war zuletzt stellvertretender Amtsleiter.

Landrat Reinhard Frank überträgt Forstdirektor Karlheinz Mechler die Leitung des Kreisforstamtes Foto: Main-Tauber-Kreis

Landrat Reinhard Frank überträgt Forstdirektor Karlheinz Mechler die Leitung des Kreisforstamtes
Foto: Main-Tauber-Kreis

Landrat Frank wünschte dem neuen Amtsleiter viel Freude und Erfolg bei seiner wichtigen und herausfordernden Aufgabe. Er bat ihn, die Städte und Gemeinden im Landkreis zum Pflanzen neuer Bäume in ihren kommunalen Wäldern und zu Aufforstungen an geeigneten Stellen zu ermuntern. Damit könne ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Frank bezog sich dabei auf die Initiative „1000 Bäume für 1000 Kommunen“ des Gemeindetags Baden-Württemberg. Ziel ist es, bis Ende 2020 landesweit in tausend Städten und Gemeinden jeweils tausend neue Bäume zu pflanzen. Frank erinnerte auch an die Pflanzaktion im Markelsheimer Wald, die am Tag der Deutschen Einheit 2019 auf Einladung der BAGeno, der Stadt Bad Mergentheim und des Landkreises stattfand. Karlheinz Mechler ergänzte, dass sich auch die Gemeinde Ahorn bereits an der Initiative des Gemeindetags beteiligt habe. In Igersheim sei die Pflanzung eines „Bürgerwäldles“ geplant. Er werde gerne weitere fachliche Impulse hierzu setzen.

Karlheinz Mechler übernimmt das Forstamt in einer Phase des Umbruchs. Zu den ersten Herausforderungen gehört die Arbeit in stark veränderten Strukturen. Zum 1. Januar wurde in Baden-Württemberg die Betreuung des Staatswaldes aus den bisherigen Einheitsforstämtern bei den Landkreisverwaltungen ausgegliedert. Der Staatswald im Main-Tauber-Kreis wird nun von der Landesanstalt ForstBW mit ihren Betriebsteilen „Tauberfranken“ in Waldenburg (Hohenlohekreis, für das südliche Kreisgebiet) und „Odenwald“ in Schwarzach (Neckar-Odenwald-Kreis, für das nördliche Kreisgebiet) betreut. 22 Mitarbeiter des Landkreises wechselten zu Jahresbeginn zu ForstBW, konkret vier Revierleiter, alle zwölf Forstwirte, die bisher im Staatswald tätig waren, sowie alle sechs Auszubildende zum Forstwirt.

Der Großteil des bisherigen Personals ist jedoch beim Forstamt des Landratsamtes verblieben. Es zeichnet weiterhin für die Betreuung der Gemeinde- und der Privatwälder mit Beratung der Eigentümer sowie für die hoheitlichen Aufgaben der unteren Forstbehörde verantwortlich. Mit den 18 Städten und Gemeinden im Landkreis wurden entsprechende Beförsterungsverträge geschlossen. Neue spezielle Schwerpunkte werden bei Strukturverbesserungen in der Privatwaldbetreuung und bei der Waldpädagogik gesetzt. Letztere Aufgabe wurde Förster Hans-Peter Scheifele übertragen. Der Revierdienst wird nun in 17 statt bisher 21 Forstrevieren im Kreis wahrgenommen. Die Vermarktung des gesamten Holzes erledigt jetzt die Holzverkaufsstelle im Landratsamt. Sie war bisher nur für das Nadelstammholz zuständig.

Karlheinz Mechler hat nach dem Abitur in Eberbach und dem Grundwehrdienst zunächst Forstwissenschaft an der Universität Freiburg studiert. Nach dem Referendariat und der großen forstlichen Staatprüfung trat er 1984 in die Landesforstverwaltung ein. Er war in seiner Laufbahn stellvertretender Leiter des Forstamtes Altensteig, Referent bei der Forstdirektion Karlsruhe, Leiter des Forstamtes Pforzheim und ab Oktober 1998 Leiter des staatlichen Forstamtes Lauda-Königshofen. Anfang 2005 wechselte er infolge der Verwaltungsstrukturreform in Baden-Württemberg zum Landratsamt Main-Tauber-Kreis, wo er seither stellvertretender Forstamtsleiter war.

Forstamt Main-Tauber

Betreuung der Privatwälder durch das Forstamt ändert sich

Ab Januar 2020 gibt es Änderungen bei der Privatwaldbetreuung.<br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Ab Januar 2020 gibt es Änderungen bei der Privatwaldbetreuung.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Die Privatwaldverordnung muss aufgrund beihilfe- und kartellrechtlicher Vorgaben angepasst werden. Dies führt zu Änderungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen des Forstamts ab dem 1. Januar 2020.

Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis möchte den Übergang auf das neue Verfahren erleichtern. Daher versendet das Forstamt an Waldbesitzer, die in der letzten Zeit Betreuungsleistungen in Anspruch genommen haben, die notwendigen Formulare für die künftige Betreuung. Das Forstamt bittet um Prüfung und Rücksendung der unterschriebenen Formulare, falls im nächsten Jahr Dienstleistungen wie Holzauszeichnen oder Holzaufnahme abgerufen werden sollten.

Die Beratung der Waldbesitzer in allen forstlichen Fragestellungen wie zum Beispiel bei Fragen zur Kulturbegründung, zur Waldpflege oder zum Holzeinschlag bleibt wie bisher kostenfrei.

Die kostenpflichtige Betreuung der Waldbesitzer muss an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. Die Betreuung umfasst insbesondere das Holzauszeichnen, die Organisation von Unternehmern im Wald und die Holzaufnahme. Bisher wurden diese Dienstleistungen auf der Basis von Kubikmetern abgerechnet. Ab dem neuen Jahr werden die Gebühren für diese Leistungen auf Stundenbasis ermittelt. Für diese Tätigkeiten der Försterin oder des Försters kann eine Förderung beantragt werden. Die Antragstellung muss vor Beginn der Arbeiten erfolgen.

Der Holzverkauf wird wie bisher über die Holzverkaufsstelle des Main-Tauber-Kreises abgewickelt und nach verkauften Kubikmetern abgerechnet.

Waldbesitzer, die keine Formulare zugesendet bekommen haben, können diese per E-Mail an forstamt@main-tauber-kreis.de anfordern. Für weitere Fragen stehen die zuständige Försterin, der zuständige Förster oder das Forstamt unter der Telefonnummer 09341/82-5220 zur Verfügung.

Forstamt Main-Tauber