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Sturmschäden durch Fabienne

Sturmtief „Fabienne“ hat auch im Dertinger Wald seine Spuren hinterlassen. Bäume sind abgebrochen, zahlreiche Wege blockiert. Gleichwohl die Beseitigung der Sturmschäden im Stadtwald erste Priorität hat, kann es noch ein paar Tage dauern, bis alle Wege wieder passierbar sind.

 

Waldbesitzer werden gebeten, ihre Wälder auf Schäden zu kontrollieren und vor allem an Wegen und öffentlichen Straßen abgebrochene Kronen, angeschobene Bäume und Windwürfe zeitnah aufzuarbeiten. Gerade hier ist die Verkehrssicherheit enorm wichtig, damit nicht noch ein Schaden für den vorbeifahrenden Verkehr entsteht. Sollte jemand bei der Aufarbeitung Hilfe benötigen, kann er sich gerne an Revierleiter Martin Rösler (0175/2230283) wenden.

Schäden durch Trockenheit 2018

Durch die lang anhaltende Trockenheit im Sommer, verbunden mit den oftmals hohen Temperaturen, haben viele Buchen bereits eine herbstliche Färbung angenommen. Durch vorzeitigen Blattabwurf und Einstellung der Fotosynthese versuchen die Bäume, auf den Trockenstress zu reagieren und ihr Überleben zu sichern. Manchen wird das gelingen, andere Bäume werden nächstes Jahr nicht mehr austreiben. Trockenschäden machen sich im Wald oft erst ein bis zwei Jahre später deutlich bemerkbar. Ein vorschneller Einschlag von Buchen, die bereits jetzt verfärbt haben, ist also noch nicht nötig. Dennoch sollten Waldbesitzer im kommenden Jahr ihre Bestände auf dürre Bäume kontrollieren.

 

Auffällig ist auch, dass viele Kiefern dürr werden. Dies ist ebenfalls auf die Trockenheit zurückzuführen. Oftmals ist die Krone noch grün, die Rinde aber bereits abgefallen. Hier müssen vor allem entlang von Straßen und öffentlichen Wegen, aber auch entlang von Waldwegen, diese dürren Bäume zeitnah eingeschlagen werden, da die Gefahr des plötzlichen Abbrechens groß ist. Ein Verkauf dieser Bäume ist leider nicht möglich.

 

Bei Fragen stehen euch natürlich Alexander Diehm und Martin Rösler zur Verfügung.

Aktuelle Holzmarktlage

Aufgrund der großen Käferholzmengen in der Fichte ist es regelrecht zu einem Einbruch im Nadelholzmarkt gekommen. Aufgrund der Trockenheit und der hohen Temperaturen konnte sich der Borkenkäfer rasant vermehren. Große Holzmengen spülen den Markt zu, allein Tschechien rechnet mit mehr als 10 Millionen Festmeter Käferholz. Auch in Deutschland übertreffen die Schätzungen von 18 Millionen Festmeter das verkraftbare Maß. Hinzu kommen auch noch weitere 20 Millionen Festmeter Sturmholz von Frühjahrsstürmen aus Norddeutschland, die teilweise noch immer nicht vollständig aufgearbeitet sind. Die Folge: Die großen Säger sind mit ihren Kapazitäten übervoll, Nasslager prall gefüllt und auch die Fuhrunternehmen kommen mit der Abfuhr nicht mehr hinterher.

 

Im Staatswald herrscht noch bis Ende des Jahres ein Einschlagsstopp für Fichte, Tanne und Kiefer, um den Markt zu entlasten. Auch im Kommunalwald wird versucht, durch Hiebsumstellungen auf Laubholz der aktuellen Holzmarktlage Rechnung zu tragen. Das hohe Fichtenangebot hat natürlich Auswirkungen auf den Preis. Aktuell bekommt man für Käfer-Fichte ca. 43 – 50 €/Fm, für Frischholz  ca. 62 €/Fm. Vor nicht allzu langer Zeit lagen die Preise noch 30 €/Fm höher! Diese Preisentwicklung hat auch Auswirkungen auf die Kiefer. Viele Palettensäger nehmen lieber billige Fichte, die nicht verbläut (durch Pilze beeinträchtigt), als Kiefer, worunter auch der Absatz palettentauglicher Kiefer leidet.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass aktuell von einem Einschlag mit geplantem Verkauf im Nadelholz, vor allem bei der Kiefer und der Fichte, dringend abzuraten ist. Lediglich Douglasie zeigt sich (noch) stabil bei 95 €/Fm.

Bäume auf den Gesundheitszustand überprüfen

Eschen wie diese, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume. <br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Eschen wie diese, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Die Wälder leiden unter den Folgen des heißen und trockenen Sommers. Um Folgeschäden vorzubeugen, bittet das Forstamt die Waldbesitzer, die Bäume auf ihren Waldgrundstücken auf den Gesundheitszustand hin zu überprüfen. Grundsätzlich müssen Bäume, die von Schädlingen befallen sind, eingeschlagen werden, um schlimme Folgen zu verhüten.

Borkenkäfer an Fichten

Höchste Gefahr droht dem Wald vom Fichtenborkenkäfer. Die Fichten sind durch die extreme Hitze und die lang andauernde Trockenheit geschwächt, so dass sie einem Käferbefall nicht viel entgegensetzen können. Werden befallene Bäume nicht rasch eingeschlagen und entfernt, kann sich die Käferpopulation sehr rasch aufbauen. Je frühzeitiger ein Befall entdeckt wird, umso besser.

Das erste Anzeichen ist braunes Bohrmehl an den Rindenschuppen oder an Spinnweben am Stammfuß. Später platzt die Rinde am oberen Stamm ab. Erst ganz zum Schluss verfärbt sich die grüne Krone, und die Nadeln fallen ab.

Befallene Bäume müssen rasch eingeschlagen werden. Das gilt auch für Bäume, die ohne sichtbaren Käferbefall dürr geworden sind.

Das Holz sollte in Stammteile von 5,15 Meter Länge aufgearbeitet werden, Mindestdurchmesser am dünnen Ende 14 Zentimeter mit Rinde. Dann sollte das Holz auf einen zentralen Lagerplatz gebracht werden. Den Lagerplatz nennt der Revierförster.

Waldbesitzer sind nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes und des Pflanzenschutzgesetzes verpflichtet, zu Abwehr von Waldschäden ihre Waldbestände zu kontrollieren, alle vom Borkenkäfer befallenen Bäume einzuschlagen und das befallene Kronenmaterial zu beseitigen. Borkenkäfer kennen keine Grenzen und befallen ausgehend von einem Befallsherd alle benachbarten Waldbestände. Um das zu vermeiden, wird das Forstamt im Bedarfsfall eine forstaufsichtliche Anordnung zur Borkenkäferbekämpfung erlassen.

Absterbende Eschen

Viele Eschen sind vom Eschentriebsterben betroffen. Erkrankte oder absterbende Eschen werden häufig zusätzlich von einem Pilz befallen, der sehr schnell die Wurzeln des Baumes zerstören kann, so dass die Standfestigkeit wesentlich beeinträchtigt wird. An Straßen, Bahnlinien und Wegen ist die Verkehrssicherheit dann nicht mehr gewährleistet.

Das Forstamt bittet deshalb die Waldbesitzer, ihre Waldparzellen jetzt – bis spätestens Ende September – auf den Gesundheitszustand der stärkeren Eschen zu überprüfen. Dies erfolgt über die Einschätzung der Belaubung des einzelnen Baums.

Eschen, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume. Sie müssen spätestens im Winter eingeschlagen werden. Beim Einschlagen der Bäume ist Vorsicht geboten. Die Arbeit ist sehr gefährlich, weil beim Fällen Äste oder Kronenteile abbrechen können.

Vorzeitiger Laubfall an Buchen

Auch die Buchen sind von der Hitze und Trockenheit stark betroffen. Es ist zu erwarten, dass Bäume, die jetzt schon ihr Laub abgeworfen haben, im nächsten Frühjahr nicht mehr austreiben oder von Pilzen und Käfern befallen werden. Das Forstamt empfiehlt, diese Bäume jetzt ebenfalls zu markieren und im Winter einzuschlagen.

Forstamt Main-Tauber

Zwei Motorsägen-Grundlehrgänge im Oktober in Ahorn-Buch

Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis bietet im Oktober zwei zweitägige Motorsägen-Grundlehrgänge für Privatwaldbesitzer und Brennholz-Selbstwerber an. Die Lehrgänge finden am Montag, 22., und Dienstag, 23. Oktober, sowie am Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. Oktober, statt. Sie werden für den ganzen Main-Tauber-Kreis an der Forstwirtsausbildungsstelle in Ahorn-Buch abgehalten. Die Teilnahme an einem Motorsägen-Grundlehrgang ist Voraussetzung für den Erwerb von Flächenlosen und die Aufarbeitung von Brennholz lang.

Am ersten Tag des jeweiligen Lehrgangs werden die theoretischen Grundlagen der Motorsägenarbeit geschult sowie Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Motorsäge durchgeführt. Abschließend findet eine Lernerfolgskontrolle statt. Am zweiten Schulungstag steht das praktische Arbeiten im Wald im Vordergrund.Zum Lehrgang muss die vorgeschriebene Schutzausrüstung (Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Hose mit Schnittschutzeinlage, Schutzhandschuhe) mitgebracht werden. Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt des Lehrgangs 18 Jahre alt sein.

Für Mitglieder in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) beträgt die Kursgebühr 150 Euro, für alle anderen Interessenten 180 Euro. Anmeldungen nimmt das Forstamt in Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341/82-5224 montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr entgegen. Im Falle der Mitgliedschaft in der SVLFG ist die Mitgliedsnummer anzugeben. Danach finden Motorsägen-Lehrgänge voraussichtlich wieder im Februar statt.

Forstamt Main-Tauber

Brennholzaussichten 2018/2019 von Martin Rösler

In aller Kürze möchte ich über die diesjährigen Brennholzaussichten informieren:

Flächenlose stehend / Kronenlose

Dertingen 15 stehende Lose im Ellenberg, Weiterführung des Niederwaldprojektes, Eventuell noch 1-2 weitere Lose in der Nähe
Bettingen ca. 10 stehende Lose im Burkenacker
Lindelbach 7-8 stehende Lose im Staatswald Platte, 1 Kronenlos an der Straße nach Dertingen
Kembach keine Lose auf der Gemarkung
Dietenhan keine Lose auf der Gemarkung
Urphar keine Lose auf der Gemarkung (ursprünglich in der Jungheide geplant, aber aufgrund eventueller Verpachtung keine Maßnahmen möglich)
Höhefeld Kronenlose in ausreichender Anzahl im Staatswald Kemmel
Eventuell noch etwas stehendes Holz im Staatswald Dickbuchel
Eventuell noch 1-2 Flächenlose in Ortsnähe

Wie immer werden die Flächenlose Ende November versteigert, die genauen Termine gebe ich noch rechtzeitig bekannt.

Brennholz-lang / Polterholz

Polterholz gibt es ausschließlich in den Staatswäldern Kemmel und Dickbuckel zwischen Urphar und Höhefeld, vorrangig Buche und Esche. Es gibt sowohl Brennholz aus Harvesteraufarbeitung (relativ dünn, 3m lang) als auch aus motormanueller Aufarbeitung (ganze Stämme).

Interessenten für Polterholz sollten sich rechtzeitig bei mir melden, am besten bis Anfang Oktober, dann kann ich auch etwas bereitstellen. Meine Hiebe finden relativ zeitig statt. Wenn das Holz gerückt ist, wird es zeitnah verkauft, steht dann also nicht mehr als Brennholz zur Verfügung.

Aktuelle Preise stehen noch nicht fest, ich gehe aber davon aus, dass sie auf dem Vorjahresniveau liegen.

Noch ein Hinweis. Nach Weihnachten gehe ich für ein halbes Jahr in Elternzeit. Es wird im neuen Jahr also erst mal kein Brennholz abgegeben werden. Deswegen sollten alle Löslemacher die Versteigerungstermine wahrnehmen bzw. rechtzeitig Polterholz bestellen.

Beste Größe,

Martin Rösler, Revierleiter

Buchsbaumzünsler – Was nun?

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke<br/>Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke
Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Es sind nicht die Hitze und die Trockenheit, die den Buchsbäumen momentan in unseren Gärten zu schaffen macht, sondern es ist der Buchsbaumzünsler. Hecken und Sträucher, die über Jahrzehnte liebevoll gepflegt wurden, werden durch die gefräßigen Raupen in kurzer Zeit zum Absterben gebracht. Braune, abgestorbene Buchsbaumhecken gehören gerade vielerorts zum Ortsbild.

Was ist zu tun? Pflanzenschutzberater Hartmut Lindner vom Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises weist darauf hin, dass sich der neue Schädling inzwischen hier etabliert hat und Buchsbäume nur zu halten sind, wenn sie dauerhaft 2x pro Jahr, termingerecht mit den entsprechend zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Kleine Sträucher oder Büsche können natürlich auch regelmäßig mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt und die Raupen mechanisch entfernt werden. Je größer und je dichter die Büsche aber sind, desto schwieriger werden die Bekämpfungsmaßnahmen.

Wenn alles Blattgrün getilgt ist, nagen die gefräßigen Raupen auch die Rinde der Zweige ab. Sofern die Rinde der Sträucher noch intakt ist, können diese zurückgeschnitten werden. Aus einem ehemals großen Busch, kann so ein kleiner, leichter zu pflegender Strauch entstehen. Entgegen mancher Meinung können gerodete Büsche wie anderer Grünschnitt über die Biotonne oder über Kompostplätze entsorgt werden. Verbrennen oder eine spezielle Entsorgung des Schnittguts ist nicht erforderlich.

Sollen Buchsbäume dauerhaft Freude machen, sind 2 Pflanzenschutzmaßnahmen je Jahr unausweichlich. Als Mittel können beispielsweise Dipel ES, Schädlingsfrei Careo oder Neem eingesetzt werden. Die erste Behandlung sollte Mitte April, die zweite Behandlung Ende Juni bis Anfang Juli erfolgen. Kleine Raupen werden gut mit Dipel ES, größere Raupen besser mit Careo oder Neem erfasst. Bei der Behandlung ist eine ausreichende Blattbenetzung, auch des Innenbereichs der Sträucher, besonders wichtig.

Weitere Informationen können beim Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises unter der Rufnummer 07931-4827-6307 eingeholt werden.

Bucheneinschlag 2018

Wie bereits berichtet, möchten wir von der Abteilung Waldwirtschaft in Dertingen einen gemein­schaftlichen Einschlag und Verkauf von starkem Buchen-Stammholz organisieren. Ziel ist es, die überalterten Buchen aus den Kiefernwäldern zu entnehmen, damit neue Naturverjüngung aufgehen kann.

Für Waldbesitzer, die den Einschlag und das Rücken NICHT selbst durchführen können, organisieren wir entsprechende Unternehmer. Da die Vermarktungsmöglichkeiten und die dabei zu erzielenden Preise zum Ende des Jahres schlechter werden, wollen wir bereits im September mit dem Einschlag beginnen. Die Waldbesitzer, die alles in Eigenleistung machen wollen, müssen dies ebenfalls im Sep­tember zu den von mir vorgegebenen Terminen  über die Bühne bringen. Bitte beachten Sie dabei aber, dass zu diesem Zeitpunkt die Bäume noch voll belaubt sind und die Unfallgefahr dement­sprechend signifikant steigt! Lassen Sie lieber die Profis ran!

Verkaufbar ist Stammholz über 40 cm Mittendurchmesser (je nach Länge sollte der Stamm in Brust­höhe 45-50 cm haben). Der potenzielle Holzkäufer hat auch spezielle Längenvorgaben: 2,5m, 3,1m, 3,4m, 5,1m, 5,7m, ab 5,7m alle Längen in 10-cm-Schritten. Dabei muss zusätzlich noch ein Zumaß von 20 cm belassen werden (à ein 5,1m langer Stamm muss bei 5,3m abgesägt werden). Auch Zweit­längen aus dem Kronenbereich, die den Vorgaben entsprechen, sind u. U. verkaufbar.

Wer möchte, kann aus dem Kronenholz auch noch Industrieholz aufarbeiten (lassen). Des Weiteren ist es natürlich auch möglich, buchenreichere Grundstücke normal durchforsten zu lassen und dabei ausschließlich schwächere Buchen als Industrieholz / Brennholz aufarbeiten zu lassen. Gleiches gilt auch für Eiche.

Aufgrund des frühen Einschlagszeitpunktes und der Form vieler Buchen in den Privatwäldern können teils erhebliche Schäden am umliegenden Bestand entstehen, vor allen wenn dünne Kiefern nebenan stocken. In Grenznähe sollte außerdem VOR der Maßnahme Kontakt zu den Nachbarn aufgenommen werden und eventuelle Schäden zeitnah gemeldet werden. Weder die Abteilung Wald, noch die betei­­ligten Unternehmer haften für Schäden in benachbarten Privatwäldern, ausgenommen grobe Fahrlässigkeit.

Folgende Preise können erzielt werden (Preise vom Vorjahr, aktuelle Preise liegen noch nicht vor):

  • Buche Erdstämme 75 €/Fm (um Weihnachten rum nur noch 65€/Fm!)
  • Buche Zweitlängen 65 €/Fm
  • Buche Industrieholz 50 €/Fm

Kosten für Aufarbeitung und Rücken: ca. 20 €/Fm

 

Egal, ob Sie alles selbst machen oder einen Unternehmer benötigen – bitte geben Sie uns bis 31.07.2018 Bescheid, was Sie wollen und wie viele Stämme anfallen könnten. Das Forstamt benötigt die Mengen, um sie in deren Verkaufsmengen mit einplanen zu können

 

Martin Rösler, 0175/2230283, martin.roesler@main-tauber-kreis.de

Alexander Diehm, 0175/1544581, alexander.diehm@online.de

 

Alles Weitere wird dann in Vor-Ort-Terminen besprochen.

 

Gez. Martin Rösler, Revierleiter und Vorstand der Abteilung Wald

Forstamt informiert über das Eschentriebsterben

Stark geschädigte Eschen im Stadtwald Creglingen.<br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Stark geschädigte Eschen im Stadtwald Creglingen.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Vor etwa zwölf Jahren begann in den deutschen Wäldern, vom Osten her kommend, das große Eschensterben. Lichte Kronen, Äste ganz ohne Laub, Nottriebe, Totholz – das sind die auffälligsten Symptome der schleichenden Krankheit. Auch im Main-Tauber-Kreis ist die Existenz der Baumart Esche bedroht, erklärt Dagmar Wulfes, Leiterin des Forstamtes im Landratsamt. Das Eschentriebsterben wirke wie ein jährlicher kräftiger Rückschnitt der Kronen, sagt Wulfes weiter. Dies schwäche auf Dauer die Bäume so stark, dass diese entweder absterben oder von holzerstörenden Pilzen befallen werden können.

Daher bietet das Forstamt am Freitag, 15. Juni, um 14 Uhr eine Infoveranstaltung zum Eschentriebsterben an. Treffpunkt für die circa zweistündige Veranstaltung ist am Waldparkplatz „Klosterwald“ Creglingen, 300 Meter nach dem Ortsausgang Erdbach in Richtung Freudenbach. Neben Erläuterungen zur Diagnose des Eschentriebsterbens werden auch Informationen zum Einschlag der Eschen und zur waldbaulichen Weiterbehandlung der Bestände gegeben.

Erreger der Krankheit ist das Eschenstengelbecherchen. Die Sporen dieses Pilzes befallen die Blätter und führen zum Absterben des Triebes. Die Esche hat noch keine wirksame Abwehr gegen den Pilz gefunden, und auch der Mensch kann das Befallsgeschehen kaum beeinflussen. „Uns bleibt meist nur die Aufgabe die befallenen, absterbenden Eschen einzuschlagen“, erklärt Tilman Preuss, Förster im Revier Landhege.

Gerade jetzt, ab Mitte Juni bis Ende August, ist der Befall durch den vorzeitigen Laubabfall am besten zu sehen, ergänzt Nils Meffert, Revierleiter im Forstrevier Creglingen. Privatwaldbesitzer sollen in diesem Zeitraum ihre Eschenbestände überprüfen und befallene Bäume markieren, um diese zum Holzeinschlag im Winter leicht wiederzufinden.

Der Einschlag der Eschen erfolge nicht nur des Nutzholzes wegen. Vielmehr gehe von den Dürrästen in der Krone eine Gefahr für die Waldbesucher und den Straßenverkehr entlang der Waldränder aus, ergänzt die Forstamtsleiterin. Folgt der Hallimasch, ein Holz zerstörender Pilz, dem Befall durch das Eschentriebsterben, so ist durch die Fäule im Stammfußbereich die Stabilität des ganzen Baumes gefährdet.

INFO:

Da die Informationsveranstaltung am 15. Juni im Wald stattfindet, sollten Teilnehmer festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung vorsehen.

Forstamt Main-Tauber

Einladung Waldbegehung mit Holzsortierung

Der Waldwirtschaftsverein lädt alle Mitglieder, Waldbesitzer und interessierten Bürger zu einer Waldbegehung ein. Es werden verschiedene Bestände, Bestands- und Bewirtschaftungsformen gezeigt. Im Anschluss wird es eine Sortierübung von Langholz geben. Dies ist vor Allem für Waldbesitzer, die auch selbst Langholz einschlagen wichtig. Die Sortierübung wird auf dem Weg an der Kümmelberghütte stattfinden. Dort laden wir euch dann gerne noch auf eine Bratwurst ein.

Treffpunkt ist am 23.06.2018 um 9:30 Uhr an der Kümmelberghütte.

Über ein reges Interesse freut sich der

Waldwirtschaftsverein Dertingen