Amtsleiter in den Ruhestand versetzt – Nachfolger in den Dienst eingeführt

Landrat Christoph Schauder verabschiedete die Amtsleiter Meinhard Stärkel (hier mit Ehefrau), Karlheinz Mechler (hier mit Ehefrau) sowie Karl Bundschuh und führte Thorsten Plasch und Marieke Plate in ihr Amt ein. Es gratulierten die Dezernenten Werner Rüger und Ursula Mühleck (von links).

Landrat Christoph Schauder verabschiedete die Amtsleiter Meinhard Stärkel (hier mit Ehefrau), Karlheinz Mechler (hier mit Ehefrau) sowie Karl Bundschuh und führte Thorsten Plasch und Marieke Plate in ihr Amt ein. Es gratulierten die Dezernenten Werner Rüger und Ursula Mühleck (von links).

Im Rahmen einer Feierstunde hat Landrat Christoph Schauder drei langjährige Amtsleiter beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis verabschiedet. Landwirtschaftsamtsleiter Meinhard Stärkel und Forstamtsleiter Karlheinz Mechler werden beide mit Ablauf des 30. Juni in den Ruhestand versetzt. Beide haben die Altersgrenze bereits erreicht, den Eintritt in den Ruhestand jedoch noch etwas hinausgezögert. Verkehrsamtsleiter Karl Bundschuh tritt ab 1. August in die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit ein. Zum 1. August 2023 folgt dann der Ruhestand. Als Nachfolger wurde die künftige Forstamtsleiterin Marieke Plate und der künftige Verkehrsamtsleiter Thorsten Plasch in ihr jeweiliges Amt eingeführt.

„Ich habe der heutigen Veranstaltung mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengeschaut. Das Landratsamt verliert heute drei sehr geschätzte Kollegen. Allerdings haben sich alle den Ruhestand mehr als verdient und ich freue mich zusammen mit den scheidenden Mitarbeitern, dass sie diesen jetzt erreicht haben“, sagte Landrat Christoph Schauder.

Zur Verabschiedung von Landwirtschaftsamtsleiter Meinhard Stärkel war extra Dr. Kurt Mezger, Abteilungspräsident der Abteilung Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Veterinär- und Lebensmittelwesen beim Regierungspräsident Stuttgart, angereist. Landrat Schauder beschrieb Stärkel als „einen Kämpfer für landwirtschaftliche Interessen, wie er im Buche steht“ und als „Interessensvertreter der Landwirtinnen und Landwirte im Main-Tauber-Kreis“. Für den Job des Landwirtschaftsamtsleiters braucht man laut Schauder gute Kenntnisse der Raumschaft und Fingerspitzengefühl. Diese beiden Eigenschaften vereine Meinhard Stärkel in seiner Person.

„Karlheinz Mechler hat während seines beruflichen Werdegangs zwei große Forstreformen miterlebt, die Eingliederung der Forstämter in die Landratsämter 2005 und die Ausgliederung des Staatswaldes 2020. Dabei hatte er auch oftmals Berührungspunkte zu den Kommunen im Landkreis“, erklärte Landrat Schauder. Ihm sei es immer gelungen, die komplexen Neuerungen und forstrechtlichen Zusammenhänge so zu erklären, dass sie auch ein Laie versteht. „Karlheinz Mechler hat als stellvertretender Amtsleiter und als Amtsleiter das Forstamt des Main-Tauber-Kreises durch diese zwei großen Reformen gelotst und dafür gesorgt, dass die Regelungen sauber umgesetzt wurden. Das erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Dafür möchte ich ihm ausdrücklich danken“, sagte Schauder.

Karl Bundschuh ist ein Kind der Region. Landrat Christoph Schauder betonte, dass er die Zusammenarbeit sehr genossen habe. „Ich schätze an Mitarbeitenden und Führungskräften, wenn Vorgaben nicht einfach nur umgesetzt werden, sondern diese zunächst kritisch hinterfragt werden“, erläuterte der Landrat. „Karl Bundschuh ist genau eine solche Person. Ich habe die anspornenden Diskussionen und Debatten mit ihm in bester Erinnerung und möchte mich dafür heute nochmals bedanken“, sagte Schauder. Durch dieses engagierte Auftreten seien einige Probleme erkannt worden, bevor etwas in die Schieflage geraten sei. „Karl Bundschuh war hierbei stets der Fels in der Brandung“, teilte Schauder mit.

Landrat Christoph Schauder dankte allen drei scheidenden Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement für den Landkreis. Er wünsche ihnen für den bevorstehenden Ruhestand alles Gute und hoffe, dass sie diesen bei bester Gesundheit viele Jahre genießen können. „Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen in den kommenden Jahren“, teilte Schauder mit.

Personalratsvorsitzender Peter Ebert schloss sich den Wünschen des Landrats an. Er verglich das Landratsamt mit einem Boot. „Stärkel, Mechler und Bundschuh reisten auf diesem viele Jahrzehnte, zuletzt auch als Steuermänner. Sie schipperten das Boot auch durch unruhige Gewässer und haben dabei nie die Kollegen vergessen“, zog er einen Vergleich. Er dankte den drei scheidenden Amtsleitern auch ganz besonders im Namen der Mitarbeitenden des Landratsamtes für ihr Engagement. Zudem hieß er die neue Kollegin und den Kollegen auf ihren jeweiligen Positionen willkommen.

Marieke Plate wechselt zum 1. Juli als Forstamtsleiterin zum Landratsamt Main-Tauber-Kreis und tritt somit die Nachfolge von Karlheinz Mechler an. Bislang war die 38-Jährige die Leiterin der Forst-Außenstelle Bopfingen an der unteren Forstbehörde beim Landratsamt Ostalbkreis. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und heiße Marieke Plate im Main-Tauber-Kreis herzlich Willkommen“, sagte Landrat Christoph Schauder.

Zum 1. August wird Thorsten Plasch die Nachfolge von Karl Bundschuh antreten. Er ist seit August 2011 als stellvertretender Amtsleiter beim Verkehrsamt des Landratsamtes tätig. „Es freut mich sehr, dass wir einen erfahrenen Mann aus dem eigenen Haus gewinnen konnten“, erklärte der Landrat.

Meinhard Stärkel wurde 1955 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium in Künzelsau absolvierte er zunächst ein Praktikum auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Neckarwestheim, ehe er das Studium der Allgemeinen Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim aufnahm. Dieses schloss er 1981 ab. Stärkel arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg. Im Jahr 1988 trat er in den landwirtschaftlichen Dienst des Landes Baden-Württemberg ein und begann mit dem Referendariat für den höheren landwirtschaftlichen Dienst. Meinhard Stärkel war seit dem 1. Januar 2015 als Landwirtschaftsamtsleiter beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis tätig. Am 1. Dezember 2015 feierte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Karlheinz Mechler wurde 1955 in Mörschenhardt geboren. Er absolvierte 1974 sein Abitur am Gymnasium in Eberbach. Nach seinem Grundwehrdienst studierte er von 1977 bis 1982 Forstwissenschaften an der Universität in Freiburg. Direkt im Anschluss daran trat Mechler als Forstreferendar in den Vorbereitungsdienst bei der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg ein. Im Mai 1984 legte er die große Forstliche Staatsprüfung ab. Karlheinz Mechler kam zum 1. Januar 2005 aufgrund des Verwaltungsstruktur-Reformgesetzes zum Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Im April 2008 wurde er zum stellvertretenden Amtsleiter und zum 1. Januar 2020 zum Amtsleiter des Forstamtes bei der Kreisverwaltung ernannt. Am 7. Oktober 2017 feierte Mechler sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Karl Bundschuh wurde 1958 in Hochhausen geboren. Seine fachgebundene Hochschulreife legte er 1977 am Wirtschaftsgymnasium in Tauberbischofsheim ab. Nach dem Grundwehrdienst absolvierte Bundschuh eine Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Diese schloss er im November 1982 mit der Staatsprüfung als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. Karl Bundschuh durchlief verschiedene Stellen, unter anderem war er auch im Sozialministerium und im Wirtschaftsministerium in Stuttgart tätig. Im Dezember 1989 wurde er infolge eines Versetzungsantrags an das Landratsamt Main-Tauber-Kreis abgeordnet und im Januar 1990 letztendlich dann dorthin versetzt. Seit 1. Januar 2000 war Karl Bundschuh Leiter des Verkehrsamtes beim Landkreis. Im Juli 2017 feierte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Landratsamt Main-Tauber

Neuer FAQ-Katalog online: Forstamt bietet Antworten auf häufige Fragen zum Wald

Landrat Christoph Schauder testete bei einem Besuch im Wald den neuen Katalog mit Antworten auf häufige Fragen zum Wald. Dieser kann auf der Website des Landratsamtes abgerufen werden. Forstamtsleiter Karlheinz Mechler zeigte einen Prototyp der geplanten Schilder, die mittels QR-Code direkt zu interessanten Informationen führen sollen.

Landrat Christoph Schauder testete bei einem Besuch im Wald den neuen Katalog mit Antworten auf häufige Fragen zum Wald. Dieser kann auf der Website des Landratsamtes abgerufen werden. Forstamtsleiter Karlheinz Mechler zeigte einen Prototyp der geplanten Schilder, die mittels QR-Code direkt zu interessanten Informationen führen sollen.

Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis hat einen Katalog mit Antworten auf „Häufige Fragen zum Wald“ veröffentlicht. „Für manche Besucherinnen und Besucher stellen sich vor Ort im Wald Fragen, doch häufig ist niemand da, der sie beantworten kann. Also soll in Abwesenheit von Försterin oder Förster das Smartphone oder zurück zu Hause der Computer wichtige Antworten geben“, erläutert Landrat Christoph Schauder. Er ließ sich das Projekt jetzt von Forstamtsleiter Karlheinz Mechler bei einem Besuch im Wald vorstellen.

Auf der Website der Kreisverwaltung beantwortet das Forstamt nunmehr Fragen, die den Forstwirten oder den Revierleitenden häufig gestellt werden, als so genannte FAQ („Frequently asked questions“, deutsch: häufig gestellte Fragen). Die Fragen teilen sich zunächst auf in die Interessen von Besucherinnen und Besuchern sowie von privaten Waldbesitzerinnen und -besitzern. Zusätzlich sind sie nach Oberthemen sortiert. Jede und jeder Interessierte kann im Fragenkatalog stöbern und findet die gewünschten Antworten schnell. Damit erschließen sich vielfach Hintergründe, die vorher nicht bekannt waren.

Die Antworten sind allgemein verständlich formuliert. Wie das Landratsamt mitteilt, sollte keinesfalls der in Forstkreisen übliche Fachjargon verwendet werden. Beantwortet werden beispielsweise die Fragen, warum der Wald überhaupt bewirtschaftet wird, warum es dort manchmal vermeintlich „unordentlich“ aussieht und was getan werden kann, um die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen den Klimawandel zu stärken.

Im nächsten Schritt plant das Forstamt, an besonders exponierten „Baustellen“ im Wald kleine Schilder mit einem QR-Code zu platzieren, wonach der interessierte Waldbesucher oder die interessierte Waldbesucherin über das Smartphone direkt zur entsprechenden Frage und Antwort auf der Website des Landratsamtes geleitet wird. So können die Erläuterungen zu einem Sachverhalt im Wald direkt vor Ort abgefragt werden.

„Der Wald ist unsere Leidenschaft – das verbindet die Menschen, die sich um den Wald kümmern, und die Menschen, die sich um den Wald Sorgen machen“, so lautet das Credo der Forstleute des Forstamtes Main-Tauber-Kreis. Der Wald erfülle viele Bedürfnisse einzelner Personen, aber auch für das Gemeinwohl. „Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis ist der kompetente Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Wald. Die Mitarbeitenden tun Ihr Möglichstes, damit der Wald auch in Zukunft seine vielfältigen Funktionen für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sowie für die Allgemeinheit dauerhaft erfüllen kann“, sagt Forstamtsleiter Karlheinz Mechler.

Mechler weist auch darauf hin, dass der Wald laut Gesetz zum Zwecke der Erholung von jedermann betreten werden kann. „Die gläserne Produktion ist damit im Wald Alltag. Jeder Tag ist ein Tag der offenen Tür“, macht Mechler deutlich. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aber auch gar keinen Anlass für Geheimniskrämerei. Alle Maßnahmen verfolgen eine Zielsetzung und haben eine Begründung. Diese Ziele und Gründen können offen kommuniziert werden, wie beispielsweise jetzt im neuen FAQ-Katalog, und wir erhoffen uns dadurch Verständnis für den Lebensraum Wald und für die Waldpflegemaßnahmen.“

Der FAQ-Katalog „Häufige Fragen zum Wald“ kann unter → www.main-tauber-kreis.de/wald-faq aufgerufen werden.

Forstamt Main-Tauber

Wertholzsubmission Taubertal: Erlöse im Durchschnitt um 30 Prozent gestiegen

Die Stämme werden in Reihe und Glied auf dem Submissionsplatz Roggenberg in Bad Mergentheim präsentiert: Die Taubertal-Submission hat vor kurzem stattgefunden. Foto: Forstamt Main-Tauber

Die Stämme werden in Reihe und Glied auf dem Submissionsplatz Roggenberg in Bad Mergentheim präsentiert: Die Taubertal-Submission hat vor kurzem stattgefunden. Foto: Forstamt Main-Tauber

Die „Wertholzsubmission Taubertal“ fand vor kurzem statt. Der Leiter der Holzverkaufsstelle beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Uwe Renk, zog nach Abschluss der Gebotseröffnung eine positive Bilanz.

Auf vier zentralen Wertholzplätzen in Wertheim, Nassig, Wittighausen und Bad Mergentheim wurden 1355 Verkaufslose mit insgesamt 2230 Festmetern Holz aus dem Kommunal- und Kleinprivatwald angeboten. Nur wenige Lose wurden nicht beboten. Die Eiche bildete mit 1990 Festmetern wieder den größten Anteil. Nadelholz war mit 130 und sonstiges Laubholz mit 110 Festmetern beteiligt.

Über alle Baumarten hinweg konnte ein um 30 Prozent höherer Durchschnittserlös von 600 Euro pro Festmeter gegenüber dem vergangenen Jahr erzielt werden. Eine Eiche ging mit einem Spitzengebot von 2791 Euro pro Festmeter an einen Furnierhersteller über den Tisch. Der teuerste Stamm wechselte gegen 6560 Euro den Besitzer.

Die Gebote beim sonstigen Laubholz bewegten sich auf dem Niveau des Jahres 2021. Die Erlöse beim Nadelholz zogen um mehr als 50 Prozent an. Es standen mehr als vier Mal so viele Douglasien wie im vergangenen Jahr zur Verfügung. Diese Baumart wurde von den Kundinnen und Kunden auch verstärkt nachgefragt.

Positiv überrascht war man bei der Holzverkaufsstelle über die wiederum hohe Nachfrage bei der Submission. Von insgesamt 44 Kundinnen und Kunden gingen Gebote ein. Neben Sägewerksbetrieben, die Produkte für Möbel und Parkett herstellen, waren der Handel, das Handwerk und auch die Fass- und Furnierindustrie gut vertreten. „Dass die Taubertal-Submission weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist, zeigt der erstaunliche Bieterkreis aus dem Ausland. Es traten mehrere Kundinnen und Kunden aus Frankreich sowie Geschäftspartner aus Italien und Österreich auf“, sagte Uwe Renk.

Forstamt Main-Tauber

Beratungsstelle für Obst, Garten und Landschaft bietet Schnittkurse an – am 21.03.2022 in Dertingen

Die Beratungsstelle für Obst, Garten und Landschaft des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis bietet in den nächsten Wochen Schnittkurse für Obstbäume und Ziersträucher für interessierte Bürgerinnen und Bürger im Main-Tauber-Kreis an.

Wer kleine Kinder hat, weiß, dass diese sehr viel Aufmerksamkeit benötigen. Im übertragenen Sinn gilt das auch für junge Obstbäume. Wenn sie vom ersten bis zum zehnten Standjahr jedes Jahr geschnitten werden, bauen sie ein ordentliches Holzgerüst auf und tragen reiche Frucht. Wenn sie jedoch vernachlässigt werden, dann müssen im Alter unter Umständen größere, fehlgestellte Äste entfernt werden. Dadurch entstehen dann große Wunden, die schlecht verheilen und Eintrittspforten für Pilze und Bakterien darstellen. Aktuell ist der Schwarze Rindenbrand zu nennen, an dem derzeit sehr viele Obstbäume zugrunde gehen. Wie diese Probleme vermieden werden können, wird neben weiteren Themen in den Schnittkursen vermittelt.

Die Schnittkurse beginnen mit einem theoretischen Teil. Dabei vermittelt Obst- und Gartenbauberater Harald Lurz den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wichtigsten Grundkenntnisse des Obstbaumschnittes, so dass alle Teilnehmenden auf dem gleichen Wissensstand sind.

Im praktischen Teil werden gemeinsam drei Obstbäume geschnitten. Hierbei wird intensiv diskutiert und erklärt, damit sich die erlernten Inhalte bei den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern einprägen und verfestigen können. Das erlernte Wissen wird dann in Kleingruppen an verschiedenen Obstbäumen unter ständiger Begleitung durch Harald Lurz umgesetzt.

Bei den Schnittkursen werden modernste Schnittwerkzeuge wie zum Beispiel Akku-Hochentaster und Schneidegiraffe eingesetzt, um ein wirtschaftliches und rationelles Arbeiten zu vermitteln. Die Schnittkurse finden ab einer Teilnehmerzahl von 15 Personen statt.

Zu allen Schnittkursen muss jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Schutzhelm sowie Scheren und Sägen, soweit vorhanden, mitbringen.

In Wittighausen wird am Samstag, 12. Februar, um 9 Uhr ein Schnittkurs angeboten. Treffpunkt ist die Obstwiese zwischen Wittighausen und Poppenhausen auf der rechten Seite von Wittighausen kommend.

Ein weiterer Schnittkurs findet am Samstag, 19. Februar, um 9 Uhr in Weikersheim statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich am Gemeinschaftsgarten „ZAMwachsen“ hinter der Förderschule.

Ein Quittenschnittkurs im Quittenlehrpfad wird am Freitag, 4. März, um 13 Uhr im Kloster Bronnbach abgehalten.

In Freudenberg wird am Samstag, 5. März, um 9 Uhr ein Schnittkurs veranstaltet. Der Treffpunkt ist am Bahnhof Freudenberg-Kirschfurt.

Zudem wird am Samstag, 12. März, um 9 Uhr ein Schnittkurs in Külsheim ausgerichtet. Die Teilnehmenden treffen sich bei der Obstwiese des NABU.

In Edelfingen ist ein Schnittkurs am Samstag, 19. März, um 9 Uhr vorgesehen. Treffpunkt ist am Radweg Richtung Unterbalbach auf der rechten Seite.

Ein Ziersträucherschnittkurs am Rathaus wird am Montag, 21. März, um 13 Uhr in Dertingen angeboten.

In Althausen findet ein Kurs am Samstag, 26. März, um 9 Uhr statt. Die Teilnehmenden treffen sich an der Turn- und Festhalle.

Zu den Schnittkursen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese wird entweder per E-Mail an lwa-veranstaltung@main-tauber-kreis.de oder unter der Telefonnummer 07931/4827-6307 unter Angabe von Datum und Ort des gewünschten Schnittkurses beim Landwirtschaftsamt entgegengenommen.

Landratsamt Main-Tauber

Digitale Hilfe bei Notfällen im Wald – Ergänzung zum Rettungspunkte-System

Als Ergänzung zu den im Sommer 2020 installierten Rettungspunkten im Wald gibt es eine Handy-App. Foto: Stadt Wertheim

Als Ergänzung zu den im Sommer 2020 installierten Rettungspunkten im Wald gibt es eine Handy-App. Foto: Stadt Wertheim

Als erste Kommune im Landkreis hat die Stadt Wertheim vor eineinhalb Jahren 28 sogenannte Rettungspunkte im Wald aufgestellt. Das sind besonders gekennzeichnete Schilder mit Angaben, die Notarzt und Rettungswagen schnell und zielsicher zu Verunglückten oder Verletzten führen. Nun gibt es als sinnvolle Ergänzung des Systems eine kostenlose App.

Die App läuft auf jedem Smartphone, wie Matthias Kunze vom Eigenbetrieb Wald informiert. Sie heißt „Hilfe im Wald“ und kann für die Betriebssysteme Android, IOS und Windows kostenlos in den entsprechenden App-Stores heruntergeladen werden.

Mit Hilfe der App können Nutzerinnen und Nutzer im Wald schnell sehen, welcher Rettungspunkt sich in ihrer Nähe befindet und wie sie dorthin gelangen können. Das Programm zeigt den Rettungspunkt auf einer Karte ebenso an wie den eigenen Standort, der über das vom Mobilfunknetz unabhängige Navigationssystem GPS ermittelt wird. „Wer die Möglichkeit nutzt, das benötigte Kartenmaterial bereits zu Hause herunterzuladen, ist von einer Handy-Verbindung unabhängig“, erläutert Kunze. Für das eventuell notwendige Absetzen eines Notrufes ist in der App die Nummer „112“ bereits voreingestellt.

Rettungspunkte in Dertingen

Rettungspunkt bei der Montage. Foto: Stadt Wertheim

Rettungspunkt bei der Montage. Foto: Stadt Wertheim

In und um Dertingen sind für das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen folgende Rettungspunkte definiert.

Diese Rettungspunkte sind bei den Rettungsleitstellen in Würzburg (Landkreis Würzburg) und Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) hinterlegt und können so im Notfall schnell aufgefunden werden, wenn ein Verunglückter sich auf diesen Rettungspunkt beziehen kann.

Die Rettungspunkte befinden sich hier:

Rettungspunkte in Dertingen

Rettungspunkte in und um Dertingen

→ Karte der Rettungspunkte als PDF laden

Auf die heimische Eiche ist immer noch Verlass – Submission

Landrat Reinhard Frank (links) verschaffte sich zusammen mit Uwe Renk von der Holzverkaufsstelle des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis einen Eindruck vom diesjährigen Holzverkauf. Die Stämme liegen in Reihe und Glied auf dem Submissionsplatz auf dem Roggenberg in Bad Mergentheim. Foto: Forstamt Main-Tauber

Landrat Reinhard Frank (links) verschaffte sich zusammen mit Uwe Renk von der Holzverkaufsstelle des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis einen Eindruck vom diesjährigen Holzverkauf. Die Stämme liegen in Reihe und Glied auf dem Submissionsplatz auf dem Roggenberg in Bad Mergentheim.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Die „Wertholzsubmission Taubertal“ fand in diesem Jahr am Mittwoch, 24. Februar, statt. Landrat Reinhard Frank und Uwe Renk von der Holzverkaufsstelle zogen nun bei einer Begutachtung des Wertholzplatzes „Roggenberg“ eine positive Bilanz. Eine nachhaltige, generationenübergreifende Waldwirtschaft zahlt sich auch dieses Jahr wieder für die Waldbesitzer aus.

Insgesamt wurden bei der Submission auf vier Lagerplätzen 1055 Verkaufslose mit insgesamt 1970 Festmetern Holz (Fm) aus dem Kommunal- und Kleinprivatwald angeboten. Die Eiche bildete mit 1886 Fm den Löwenanteil. Sonstiges Laubholz und Nadelholz waren mit je 42 Fm beteiligt.

Über alle Baumarten hinweg konnte ein Durchschnittserlös von 461 Euro/Fm erzielt werden. Eine Eiche ging mit einem Spitzengebot von 1569 Euro/Fm an einen Furnierhersteller über den Tisch. Der teuerste Stamm wechselte mit 4940 Euro den Besitzer.

„Auf die Eiche ist eben noch immer Verlass. Ich freue mich, dass das Holz aus unseren Wäldern international sowohl im Möbelbau als auch als wertige Fasseiche eine große Nachfrage hat“, sagte Landrat Reinhard Frank. Die Gebote beim Laubholz bewegten sich auf dem letztjährigen Niveau. Die Erlöse beim Nadelholz waren leicht rückläufig. Dieser Umstand war aber vor allem dem geringeren Angebot geschuldet, welches nur noch die Hälfte des Vorjahres ausmachte.

Positiv überrascht war man bei der Holzverkaufsstelle über die gestiegene Nachfrage an der Submission. Von insgesamt 48 Kunden gingen Gebote ein. Neben Sägewerksbetrieben, die Waren für Möbel und Parkett herstellen, waren der Handel, das Handwerk und auch die Fass- und Furnierindustrie gut vertreten. Dass die Taubertal-Submission weit über ihre Grenzen hinaus bekannt ist, zeigt der erstaunliche Bieterkreis aus dem Ausland. Es traten mehrere Kunden aus Frankreich sowie Geschäftspartner aus Italien, Österreich, Dänemark und der Niederlande auf, denn es gab nicht nur „Masse, sondern vor allem Klasse“, berichtet Uwe Renk von der Holzverkaufsstelle.

Forstamt Main-Tauber

Die Borkenkäfer stehen in den Startlöchern – Privatwaldbesitzer müssen tätig werden

Fichte mit Borkenkäferbefall im Winter: Zu erkennen an den abplatzenden Rindenstücken im oberen Stammbereich.<br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Fichte mit Borkenkäferbefall im Winter: Zu erkennen an den abplatzenden Rindenstücken im oberen Stammbereich.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Die Wälder leiden unter den Folgen der heißen und trockenen Jahre 2018 bis 2020. Viele Bäume sind vertrocknet oder wurden von Schädlingen befallen. Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis weist alle Privatwaldbesitzer darauf hin, befallene Bäume rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu verbringen. Besonders betroffen sind Fichten, weil sie aufgrund des Wassermangels geschwächt sind und die Fichtenborkenkäfer gute Entwicklungsbedingungen vorgefunden haben.

„Die Bäume sind geschwächt und können einem Borkenkäferbefall nur wenig Widerstand entgegensetzen. Die Borkenkäfer haben in den letzten Jahren die Gelegenheit zur Entwicklung genutzt und konnten sich massenhaft vermehren“, informiert Karlheinz Mechler, Leiter des Forstamts. „Die einzige erfolgversprechende Maßnahme ist, befallene Bäume frühzeitig zu erkennen und aufzuarbeiten. Ein wichtiger Zeitpunkt ist jetzt gekommen, weil viele Käfer voll entwickelt unter der Rinde überwintert haben und nur auf sommerliche Temperaturen warten, um dann auszufliegen und andere Bäume zu befallen. Zurzeit erkennt man befallene Fichten daran, dass Rindenstücke in den oberen Stammteilen abplatzen; die Baumkronen aber noch grün sind“, sagt Karl-Heinz Mechler.

Waldbesitzer sind nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes und des Pflanzenschutzgesetzes verpflichtet, zu Abwehr von Waldschäden ihre Waldbestände zu kontrollieren, alle vom Borkenkäfer befallene Bäume einzuschlagen und das befallene Kronenmaterial zu beseitigen.

Wichtig ist die Kontrolle auf Käferbefall im Spätwinter, um überwinternde Käfer abschöpfen zu können: Merkmale sind abplatzende Rindenstücke im oberen Stammbereich, während die Baumkrone noch grün ist. Weiterhin wichtig ist die Kontrolle nach dem Frühjahrsflug ab Mitte Juni, wenn die Brut sich unter der Rinde entwickelt. Merkmale hierzu sind Bohrmehl in den Rindenschuppen am Stammfuß und auf Blättern der Begleitvegetation und abgeworfene grüne Nadeln am Boden.

Das Holz, das über die Holzverkaufsstelle vermarktet werden soll, muss in Stammteile mit 5,15 Meter Länge und einem Mindestdurchmesser am dünneren Ende von 16 Zentimeter mit Rinde aufgearbeitet und auf einen zentralen Platz gelagert werden. Der Förster kann auch Dienstleister für den Holzeinschlag vermitteln.

Das Land fördert verschiedene Maßnahmen des integrierten Waldschutzes, um die Waldbesitzer zur Abwendung und bei der Bewältigung der Käfergefahr zu unterstützen wie beispielsweise das Zerhacken befallener Baumkronen und Resthölzer und das Umlagern von aufgearbeitetem Käferholz in weniger befallsgefährdeten Waldteilen. Zusätzlich wird eine Aufarbeitungsbeihilfe gewährt. Außerdem wird die Wiederaufforstung nach Käferschäden gefördert. Auskünfte hierzu erteilt Thomas Eckard vom Forstamt im Main-Tauber-Kreis unter der Telefonnummer 09341/82-5207.

Forstamt Main-Tauber