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Holzernte im Landkreis ist in vollem Gange

Foto: Forstamt Main-Tauber

Foto: Forstamt Main-Tauber

Mit der kälteren Jahreszeit beginnt auch die im Herbst und Winter liegende Hauptsaison in der Holzernte. In Zusammenhang mit den Fällungsarbeiten müssen in dieser Zeit vermehrt Waldwege gesperrt werden.

„Leider missachten Jogger, Walker, Radfahrer und andere Waldbesucher immer wieder die Absperrungen, erklärte die Leiterin des Kreisforstamtes, Dagmar Wulfes. Sie appelliert daher eindringlich an die Waldbesucher, gesperrte Bereiche nicht zu betreten. „Da werden Sperrbänder und Sperrtafeln einfach ignoriert und Arbeitsbereiche, in denen Fällungsarbeiten im Gange sind, betreten. Ein derartiges Verhalten bringt alle Beteiligten in akute Lebensgefahr“, sagt Dagmar Wulfes – zum Beispiel auch Waldarbeiter, die Verletzen zu Hilfe eilen und sich dadurch selbst gefährden.

Die Arbeitsorte der Waldarbeiter ändern sich sehr schnell. Gewohnte Spazierwege oder Joggingstrecken können so kurzfristig blockiert sein, sind jedoch in der Regel nach kurzer Zeit auch wieder begehbar.

Für die Waldarbeiter ist die Fläche im teilweisen dichten Unterholz oft nicht gänzlich einsehbar. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die von ihnen angebrachten Sperrungen beachtet werden. Waldbesucher, die dies nicht tun, verstoßen nicht nur gegen das Landeswaldgesetz, sondern handeln vor allem auch grob unverantwortlich.

Forstamt Main-Tauber

Borkenkäfer fühlt sich wie im Schlaraffenland

Für Käferholz typisch ist die blaue Ringbildung am Querschnitt des Stammes
Foto: Forstamt Main-Tauber

Aufgrund der in alarmierender Weise ausbleibenden Niederschläge und der anhaltend hohen Temperaturen im Jahr 2018 fühlt sich der Borkenkäfer wie im Schlaraffenland, erklärt Uwe Renk, Leiter der Holzverkaufsstelle beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Während die fachliche Einschätzung bis Stand Ende Juli ergab, dass der Main-Tauber-Kreis im Vergleich zu anderen Bundesländern und Regionen wenig mit Borkenkäferschäden zu rechnen hat, zeichnete sich bereits Ende August ein ganz anderes Bild ab. Vielerorts stießen die Forstleute auf vom Buchdrucker befallene Flächen und durch Trockenheit absterbende Flächen.

Inzwischen hat sich die Lage so sehr verschärft, dass in ganz Mitteleuropa ca. 50 Millionen Festmeter Schadholz angefallen sind. Dies entspricht der doppelten Jahresmenge an Rohholz, welche die Sägewerksindustrie überhaupt aufnehmen und verarbeiten kann. „Am besten verdeutlicht sich die Kalamität am Beispiel der Tschechischen Republik: Hier sprechen die Forstexperten und die Politiker von der größten Borkenkäferkatastrophe seit Maria Theresia“, fasst Uwe Renk zusammen.

Nach einem Anstieg des Käferholzaufkommens von zwei Millionen Festmetern im Jahr 2016 auf rund 5,5 Millionen Festmeter im Jahr 2017 lagen die Schätzungen für 2018 bei zehn Millionen Festmetern. Innerhalb weniger Wochen wurde die Zahl für das aktuelle Jahr wieder korrigiert, und es werden derzeit 20 Millionen Festmeter Schadholz in Tschechien gehandelt, von denen aus momentaner Sicht ca. zehn Prozent nicht verkäuflich oder nur zu sehr geringen Preisen vermarktbar sein werden.

Diese Umstände zogen die Amtsenthebung des Generaldirektors der staatlichen Forstverwaltung nach sich. Die Gründe dafür, dass sich der Borkenkäfer durch die Bestände frisst, sehen Experten nicht nur im Klimawandel und den hohen Emissionen des Landes, sondern auch in der schlechten Baumartenmischung. Zur Eindämmung des Schadens benötigt Tschechien 6000 weitere Forstarbeiter. Inzwischen werden Käferhölzer für den Export nach Österreich und Deutschland via Ganzzug mit einer Menge von 1500 bis 1800 Festmeter frei Waggon zu Niedrigstpreisen angeboten.

Dies rief in den vergangenen Wochen den Bayerischen Waldbesitzerverband auf den Plan, da in Tschechien große Schadgebiete durch den „Nordischen Fichtenborkenkäfer“ (Ips duplicatus) entstanden sind. Dieser ursprünglich in der kaltgemäßigten Klimazone vorkommende Borkenkäfer ist vom einheimischen Buchdrucker nur schwer zu unterscheiden, breitet sich allerdings aufgrund zunehmender Temperaturen stärker aus und tritt bestandesbedrohend auf. Durch den Export des Holzes befürchten deutsche Waldbesitzer nicht unbegründet, dass es auch hierzulande zur Ausbreitung des Nordischen Fichtenborkenkäfers kommen kann, welcher bislang in Deutschland noch überhaupt keine Rolle spielt.

In den verschiedenen Regionen Deutschlands reagieren nun vom Sturm und Käfer stark betroffene Landesforstbetriebe mit einer Verlängerung ihres ursprünglich bis Jahresende terminierten Fichten-Einschlagstopps, indem sie diesen bis Mitte 2019 ausdehnen. Die doch stark unterschätzten Sturm- und Käferholzaufkommen von insgesamt ca. 20 Millionen Festmetern stoßen auf regional ausgeschöpfte Lager- und Absatzmöglichkeiten sowie auf beschränkte Fuhrkapazitäten.

Gleichzeitig leidet die Holzqualität enorm unter der verzögerten Auf- und Weiterverarbeitung. Das hohe Einschnittsvolumen an Käferholz führt bei den Sägewerken zu einem weiteren Anstieg der geringeren Schnittholzqualitäten. Diese konnten bisher in den Vormonaten noch in den Maghreb-Staaten und den Ländern am östlichen Mittelmeer sowie im Nahen Osten gut abgesetzt werden. Momentan erhöht sich der Druck auf die Nadelschnittholzpreise, da bei den Importeuren dieser Länder bereits Liquiditätsprobleme festzustellen sind.

Der jüngste Preiseinbruch auf dem US-Nadelschnittholzmarkt im Bauholzleitsortiment (2×4) um 47 Prozent und die Abflachung der Handelstätigkeit auf dem chinesischen Markt dürften dazu führen, dass weitere Nadelschnittholzmengen aus Russland und Finnland Richtung Nordafrika umgeleitet werden. Daraus resultiert wiederum ein weiterer Preisdruck.

In Anlehnung an diese wirtschaftliche Betrachtung kann also Waldbesitzern im Moment nur davon abgeraten werden, Fichten-Frischholz einzuschlagen, erklärt Uwe Renk. Ihn begleitet aus aktueller Sicht die Sorge, dass sich im kommenden Frühjahr die sehr langen Trockenphasen und die fehlenden Niederschläge noch gravierender auswirken werden. Dann hätten die deutschen Waldbesitzer noch deutlich größere Schäden in Kauf zu nehmen als die derzeitige Einschätzung des Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Philipp zu Guttenberg, der die Sturm-, Käfer- und Trockenschäden in Deutschland auf ca. 5,4 Milliarden Euro beziffert.

Forstamt Main-Tauber

Einladung zur Mitgliederversammlung des Waldwirtschaftsvereins

Der Waldwirtschaftsverein Dertingen lädt alle Mitglieder und interessierten Waldbesitzer zur jährlichen Mitgliederversammlung ein.

Die Versammlung findet am 08.11.2018 um 19:30 Uhr im Gasthaus zum Löwen statt.

Die Tagesordnung hängt ab 23.10.2018 in der Ortsverwaltung aus.

Über zahlreiche Teilnahme freut sich euer

Waldwirtschaftsverein Dertingen, gez. Alexander Diehm (Abteilungsleiter)

Laubholz ernten und gesundes Nadelholz stehen lassen

Holz einschlagen oder nicht? Vor dieser grundsätzlichen Entscheidung stehen aktuell wieder viele Privatwaldbesitzer. „Der Holzmarkt ist zweigeteilt: Beim Nadelholz raten wir vom Einschlag von frischem Holz dringendst ab, denn der Markt ist absolut überfüllt. Laubholz dagegen ist gefragt, der Einschlag kann bedenkenlos erfolgen“, lautet die zentrale Botschaft von Karlheinz Mechler, stellvertretender Leiter des Kreisforstamts.

Zu den Baumarten gibt das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis folgende Hinweise:

Nadelholz: Vorsicht Borkenkäfer: „Der heiße und trockene Sommer hat die Fichten schwer geschädigt, Bäume vertrocknen oder werden vom Borkenkäfer befallen“, sagt Mechler. „Wenn die Rinde am oberen Stammteil abplatzt oder wenn die Baumkronen rot werden, müssen die Bäume eingeschlagen und auf spezielle Lagerplätze transportiert werden. Die benachbarten Bäume sollten sehr genau auf Käferbefall kontrolliert werden. Sie müssen im Zweifelsfall auch eingeschlagen werden, denn wenn der Käfer unter der Rinde überwintert, werden im Frühjahr alle Bäume in der Nähe befallen. Und dann gibt es kein Halten mehr, weil die Bäume durch den Trockensommer erheblich geschwächt sind“.

Fichten: Der Holzmarkt ist von Sturm- und Käferholz aus ganz Mitteleuropa überschwemmt, so dass die Sägewerke einen Berg von Holz vor sich her schieben. Der Preis ist stark unter Druck. Das Forstamt empfiehlt deshalb, kein Frischholz bereitzustellen. Fichten mit Borkenkäferbefall müssen aber auf jeden Fall rasch eingeschlagen werden. Altes Dürrholz wird von den Sägern wegen schlechter Holzqualität nicht mehr übernommen und kann nur noch für die Spanplattenherstellung verwendet werden.

Kiefern: Auch der Kieferneinschlag sollte unterbleiben, weil Fichtenkäferholz auf den Palettenholzmarkt drückt und die Absatzmöglichkeiten für Kiefer verschließt.

Laubholz: Beim Laubstammholz ist die Lage wesentlich besser.

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Brennholzvergabe Dertingen 2018

Die diesjährige Brennholzversteigerung findet am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 19.30 Uhr im Gasthaus „Löwen“ statt.

Informationen rund um die Versteigerung  und die Brennholzlose hängen im Schaukasten der Ortsverwaltung Dertingen aus.

Info der Ortsverwaltung wegen dem Buchsbaumzünsler

Der Buchbaumzünsler macht z.Zt. vielen Gärtnern große Sorgen. Viele Buchshecken und Kübelbuchs wurden zerstört.

Die Raupe hat sich mittlerweile verpuppt und ist inaktiv.

Die Ortsverwaltung plant gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Dertingen – Abteilung Jugend – eine Entsorgung der verdorrten Pflanzen ! Der Termin wird rechtzeitig von der OV bekanntgegeben.

Wir bitten Besitzer von zerstörten Hecken und Einzelpflanzen diese noch nicht abzuschneiden sondern erst kurz vor unserem geplanten Termin zu schneiden.

Die Entsorgung auf dem Häckselplatz ist nicht erlaubt!

Wer schon ausgegraben oder abgeschnitten hat, sollte die Buchspflanzen in Plastiksäcke packen und zum geplanten Termin vor Ort bringen.

Um die Menge abschätzen zu können bitten wir die Betroffenen sich bei der Ortsverwaltung Tel.: 202 oder bei Joachim Hettinger 0160 84 666 25 zu melden!

Der Termin zur Entsorgung wird rechtzeitig bekanntgegeben! (voraussichtlich Ende Januar / Anfang Februar 2019)

Bäume auf den Gesundheitszustand überprüfen

Eschen wie diese, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume. <br/>Foto: Forstamt Main-Tauber

Eschen wie diese, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume.
Foto: Forstamt Main-Tauber

Die Wälder leiden unter den Folgen des heißen und trockenen Sommers. Um Folgeschäden vorzubeugen, bittet das Forstamt die Waldbesitzer, die Bäume auf ihren Waldgrundstücken auf den Gesundheitszustand hin zu überprüfen. Grundsätzlich müssen Bäume, die von Schädlingen befallen sind, eingeschlagen werden, um schlimme Folgen zu verhüten.

Borkenkäfer an Fichten

Höchste Gefahr droht dem Wald vom Fichtenborkenkäfer. Die Fichten sind durch die extreme Hitze und die lang andauernde Trockenheit geschwächt, so dass sie einem Käferbefall nicht viel entgegensetzen können. Werden befallene Bäume nicht rasch eingeschlagen und entfernt, kann sich die Käferpopulation sehr rasch aufbauen. Je frühzeitiger ein Befall entdeckt wird, umso besser.

Das erste Anzeichen ist braunes Bohrmehl an den Rindenschuppen oder an Spinnweben am Stammfuß. Später platzt die Rinde am oberen Stamm ab. Erst ganz zum Schluss verfärbt sich die grüne Krone, und die Nadeln fallen ab.

Befallene Bäume müssen rasch eingeschlagen werden. Das gilt auch für Bäume, die ohne sichtbaren Käferbefall dürr geworden sind.

Das Holz sollte in Stammteile von 5,15 Meter Länge aufgearbeitet werden, Mindestdurchmesser am dünnen Ende 14 Zentimeter mit Rinde. Dann sollte das Holz auf einen zentralen Lagerplatz gebracht werden. Den Lagerplatz nennt der Revierförster.

Waldbesitzer sind nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes und des Pflanzenschutzgesetzes verpflichtet, zu Abwehr von Waldschäden ihre Waldbestände zu kontrollieren, alle vom Borkenkäfer befallenen Bäume einzuschlagen und das befallene Kronenmaterial zu beseitigen. Borkenkäfer kennen keine Grenzen und befallen ausgehend von einem Befallsherd alle benachbarten Waldbestände. Um das zu vermeiden, wird das Forstamt im Bedarfsfall eine forstaufsichtliche Anordnung zur Borkenkäferbekämpfung erlassen.

Absterbende Eschen

Viele Eschen sind vom Eschentriebsterben betroffen. Erkrankte oder absterbende Eschen werden häufig zusätzlich von einem Pilz befallen, der sehr schnell die Wurzeln des Baumes zerstören kann, so dass die Standfestigkeit wesentlich beeinträchtigt wird. An Straßen, Bahnlinien und Wegen ist die Verkehrssicherheit dann nicht mehr gewährleistet.

Das Forstamt bittet deshalb die Waldbesitzer, ihre Waldparzellen jetzt – bis spätestens Ende September – auf den Gesundheitszustand der stärkeren Eschen zu überprüfen. Dies erfolgt über die Einschätzung der Belaubung des einzelnen Baums.

Eschen, die schon kahl sind oder nur noch wenig Blätter haben, sind Risikobäume. Sie müssen spätestens im Winter eingeschlagen werden. Beim Einschlagen der Bäume ist Vorsicht geboten. Die Arbeit ist sehr gefährlich, weil beim Fällen Äste oder Kronenteile abbrechen können.

Vorzeitiger Laubfall an Buchen

Auch die Buchen sind von der Hitze und Trockenheit stark betroffen. Es ist zu erwarten, dass Bäume, die jetzt schon ihr Laub abgeworfen haben, im nächsten Frühjahr nicht mehr austreiben oder von Pilzen und Käfern befallen werden. Das Forstamt empfiehlt, diese Bäume jetzt ebenfalls zu markieren und im Winter einzuschlagen.

Forstamt Main-Tauber

Zwei Motorsägen-Grundlehrgänge im Oktober in Ahorn-Buch

Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis bietet im Oktober zwei zweitägige Motorsägen-Grundlehrgänge für Privatwaldbesitzer und Brennholz-Selbstwerber an. Die Lehrgänge finden am Montag, 22., und Dienstag, 23. Oktober, sowie am Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. Oktober, statt. Sie werden für den ganzen Main-Tauber-Kreis an der Forstwirtsausbildungsstelle in Ahorn-Buch abgehalten. Die Teilnahme an einem Motorsägen-Grundlehrgang ist Voraussetzung für den Erwerb von Flächenlosen und die Aufarbeitung von Brennholz lang.

Am ersten Tag des jeweiligen Lehrgangs werden die theoretischen Grundlagen der Motorsägenarbeit geschult sowie Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Motorsäge durchgeführt. Abschließend findet eine Lernerfolgskontrolle statt. Am zweiten Schulungstag steht das praktische Arbeiten im Wald im Vordergrund.Zum Lehrgang muss die vorgeschriebene Schutzausrüstung (Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Hose mit Schnittschutzeinlage, Schutzhandschuhe) mitgebracht werden. Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt des Lehrgangs 18 Jahre alt sein.

Für Mitglieder in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) beträgt die Kursgebühr 150 Euro, für alle anderen Interessenten 180 Euro. Anmeldungen nimmt das Forstamt in Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341/82-5224 montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr entgegen. Im Falle der Mitgliedschaft in der SVLFG ist die Mitgliedsnummer anzugeben. Danach finden Motorsägen-Lehrgänge voraussichtlich wieder im Februar statt.

Forstamt Main-Tauber

Brennholzaussichten 2018/2019 von Martin Rösler

In aller Kürze möchte ich über die diesjährigen Brennholzaussichten informieren:

Flächenlose stehend / Kronenlose

Dertingen 15 stehende Lose im Ellenberg, Weiterführung des Niederwaldprojektes, Eventuell noch 1-2 weitere Lose in der Nähe
Bettingen ca. 10 stehende Lose im Burkenacker
Lindelbach 7-8 stehende Lose im Staatswald Platte, 1 Kronenlos an der Straße nach Dertingen
Kembach keine Lose auf der Gemarkung
Dietenhan keine Lose auf der Gemarkung
Urphar keine Lose auf der Gemarkung (ursprünglich in der Jungheide geplant, aber aufgrund eventueller Verpachtung keine Maßnahmen möglich)
Höhefeld Kronenlose in ausreichender Anzahl im Staatswald Kemmel
Eventuell noch etwas stehendes Holz im Staatswald Dickbuchel
Eventuell noch 1-2 Flächenlose in Ortsnähe

Wie immer werden die Flächenlose Ende November versteigert, die genauen Termine gebe ich noch rechtzeitig bekannt.

Brennholz-lang / Polterholz

Polterholz gibt es ausschließlich in den Staatswäldern Kemmel und Dickbuckel zwischen Urphar und Höhefeld, vorrangig Buche und Esche. Es gibt sowohl Brennholz aus Harvesteraufarbeitung (relativ dünn, 3m lang) als auch aus motormanueller Aufarbeitung (ganze Stämme).

Interessenten für Polterholz sollten sich rechtzeitig bei mir melden, am besten bis Anfang Oktober, dann kann ich auch etwas bereitstellen. Meine Hiebe finden relativ zeitig statt. Wenn das Holz gerückt ist, wird es zeitnah verkauft, steht dann also nicht mehr als Brennholz zur Verfügung.

Aktuelle Preise stehen noch nicht fest, ich gehe aber davon aus, dass sie auf dem Vorjahresniveau liegen.

Noch ein Hinweis. Nach Weihnachten gehe ich für ein halbes Jahr in Elternzeit. Es wird im neuen Jahr also erst mal kein Brennholz abgegeben werden. Deswegen sollten alle Löslemacher die Versteigerungstermine wahrnehmen bzw. rechtzeitig Polterholz bestellen.

Beste Größe,

Martin Rösler, Revierleiter

Buchsbaumzünsler – Was nun?

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke<br/>Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke
Foto: Landwirtschaftsamt Main-Tauber

Es sind nicht die Hitze und die Trockenheit, die den Buchsbäumen momentan in unseren Gärten zu schaffen macht, sondern es ist der Buchsbaumzünsler. Hecken und Sträucher, die über Jahrzehnte liebevoll gepflegt wurden, werden durch die gefräßigen Raupen in kurzer Zeit zum Absterben gebracht. Braune, abgestorbene Buchsbaumhecken gehören gerade vielerorts zum Ortsbild.

Was ist zu tun? Pflanzenschutzberater Hartmut Lindner vom Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises weist darauf hin, dass sich der neue Schädling inzwischen hier etabliert hat und Buchsbäume nur zu halten sind, wenn sie dauerhaft 2x pro Jahr, termingerecht mit den entsprechend zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Kleine Sträucher oder Büsche können natürlich auch regelmäßig mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt und die Raupen mechanisch entfernt werden. Je größer und je dichter die Büsche aber sind, desto schwieriger werden die Bekämpfungsmaßnahmen.

Wenn alles Blattgrün getilgt ist, nagen die gefräßigen Raupen auch die Rinde der Zweige ab. Sofern die Rinde der Sträucher noch intakt ist, können diese zurückgeschnitten werden. Aus einem ehemals großen Busch, kann so ein kleiner, leichter zu pflegender Strauch entstehen. Entgegen mancher Meinung können gerodete Büsche wie anderer Grünschnitt über die Biotonne oder über Kompostplätze entsorgt werden. Verbrennen oder eine spezielle Entsorgung des Schnittguts ist nicht erforderlich.

Sollen Buchsbäume dauerhaft Freude machen, sind 2 Pflanzenschutzmaßnahmen je Jahr unausweichlich. Als Mittel können beispielsweise Dipel ES, Schädlingsfrei Careo oder Neem eingesetzt werden. Die erste Behandlung sollte Mitte April, die zweite Behandlung Ende Juni bis Anfang Juli erfolgen. Kleine Raupen werden gut mit Dipel ES, größere Raupen besser mit Careo oder Neem erfasst. Bei der Behandlung ist eine ausreichende Blattbenetzung, auch des Innenbereichs der Sträucher, besonders wichtig.

Weitere Informationen können beim Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises unter der Rufnummer 07931-4827-6307 eingeholt werden.